Bewertung:

Das Buch „When Time is Short“ von Timothy Beal befasst sich mit dem möglichen Aussterben der Menschheit aufgrund des Klimawandels und stellt den tief verwurzelten Glauben an den menschlichen Exzeptionalismus in Frage. Es bietet eine Mischung aus theologischer Einsicht, historischem Kontext und einem Aufruf, unsere Geschöpflichkeit und gegenseitige Abhängigkeit mit der Natur zu erkennen. Während einige Leser das Buch als sehr nachdenklich und inspirierend empfinden, wünschen sich andere mehr umsetzbare Lösungen.
Vorteile:Die Leser schätzen die anregende Prosa des Buches, die tiefe Einsicht in die Beziehung zwischen Glaube und Ökologie und die herausfordernden und doch hoffnungsvollen Perspektiven auf Sterblichkeit und Umweltfragen. Viele fanden Beals Konzept der „Palliativen Hoffnung“ besonders beeindruckend, das eine neue Sichtweise auf die Klimakrise ermöglicht. Auch die Zugänglichkeit des Buches und seine Relevanz für Diskussionsgruppen wurden positiv vermerkt.
Nachteile:Einige Rezensenten waren der Meinung, dass dem Buch praktische Handlungsschritte fehlten und es sich zu sehr auf die historische Analyse konzentrierte, so dass sie sich mehr Anleitung zur Bewältigung der Umweltkrise wünschten. Einige erwähnten, dass die akademischen Referenzen und die Komplexität für ein Laienpublikum überwältigend sein könnten.
(basierend auf 26 Leserbewertungen)
When Time Is Short: Finding Our Way in the Anthropocene
Mit Glaube, Hoffnung und Mitgefühl zeigt uns der renommierte Religionswissenschaftler Timothy Beal, wie wir die Unvermeidbarkeit der Klimakrise und die sehr reale - und sehr nahe - Möglichkeit des Aussterbens der Menschheit bewältigen können.
Was, wenn es zu spät ist, uns vor der Klimakrise zu retten? When Time is Short ist eine Meditation über eine möglicherweise endliche menschliche Zukunft, die fragt, wie wir hierher gekommen sind, um uns zu helfen, uns eine andere Beziehung zur natürlichen Welt vorzustellen. Der moderne Kapitalismus stützte sich in seiner Entstehung stark auf den christlichen Glauben an die Ausnahmestellung des Menschen und die Herrschaft über den Planeten, und diese Ideen sind auch heute noch die Grundlage unserer weitgehend säkularen Gesellschaft.
Sie rechtfertigten die Plünderung und Ausrottung indigener Gemeinschaften und die Ausbeutung der Ressourcen der Erde auf der Suche nach Kapital und Land. Aber dies sind nicht die einzigen Modelle, die uns zur Verfügung stehen - und es sind nicht einmal die einzigen Modelle, die in der biblischen Tradition zu finden sind. Beal liest Schlüsseltexte neu, um uns in anderen Seinsweisen zu verankern - in bescheideneren Vorstellungen vom Menschen als Erdgeschöpf, das in ökologischer Interdependenz mit der Welt verbunden und ihrer größeren Realität unterworfen ist.
Beal erkennt an, dass jede wirkliche Hoffnung sich zunächst der Realität der Klimakrise stellen und sie betrauern muss, und schafft so Raum für uns, um uns neue Möglichkeiten vorzustellen und alte wiederzuentdecken. Er erinnert uns daran, dass das, was am meisten zählt, wenn die Zeit knapp wird, immer das ist, was am meisten zählt.