Bewertung:

Das Buch „How Madness Changed History“ (Wie der Wahnsinn die Geschichte veränderte) befasst sich mit den Überschneidungen zwischen psychischen Erkrankungen und historischen Führungspersönlichkeiten und untersucht, wie die Psychologien verschiedener Führungspersönlichkeiten die Geschichte geprägt haben. Während der Inhalt informativ und fesselnd ist, hat der Vortragsstil gemischte Kritiken erhalten.
Vorteile:Das Buch ist reich an historischen Informationen und bietet aufschlussreiche Analysen von historischen Persönlichkeiten mit psychischen Problemen. Es wird als fesselnd und schwer aus der Hand zu legen beschrieben, mit beeindruckenden Details und pädagogischem Wert hinsichtlich der Psychopathologie.
Nachteile:Einige Leser fanden, dass der Konversationsstil des Autors zu sehr mit Witzen und Nebenbemerkungen gefüllt ist, was vom ernsten Thema ablenkt. Die Informationen werden auch als etwas repetitiv empfunden, mit vertrauten Analysen von bekannten Figuren.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
How Madness Shaped History: An Eccentric Array of Maniacal Rulers, Raving Narcissists, and Psychotic Visionaries
Wie haben psychische Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen die Geschichte beeinflusst? Diese lebendige Untersuchung zeigt, dass ein labiles Individuum, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, die besten oder schlimmsten Momente einer Generation oder sogar eines Jahrhunderts schaffen kann. Ausgehend von Alexander dem Großen, dessen Größenwahn ein großes Blutvergießen verursachte, der aber durch die Verbreitung der griechischen Kultur die Weltgeschichte entscheidend prägte, untersucht der Autor die verschiedenen Formen psychischer Erkrankungen bei Menschen mit großem Einfluss.
Dazu gehören Kaiser wie die Römer Caligula und Elagabalus, Könige wie Georg III. von England und Karl II. von Spanien sowie weniger bekannte Herrscher wie die ungarische Adlige Elisabeth Bathory aus dem 16.
Jahrhundert, die im Guinness-Buch der Rekorde als die produktivste Serienmörderin aller Zeiten geführt wird. In jüngerer Zeit befasst sich der Autor mit der geistigen Instabilität der Diktatoren Adolf Hitler, Joseph Stalin und Idi Amin sowie der Gefängniswärterin Irma Grese, deren Grausamkeiten in Auschwitz berüchtigt waren.
Er erörtert auch Gerüchte über den kognitiven Verfall der amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson, Ronald Reagan und Donald Trump sowie die Art und Weise, wie die amerikanische Demokratie mit der Behinderung ihrer Führer umgeht. Und er betrachtet Fälle, in denen ganze Gesellschaften vom Wahnsinn des Pöbels ergriffen zu sein scheinen.
Ferguson schließt mit einem Blick in die Zukunft, indem er die Macht der sozialen Medien zur Verbreitung von Randideen betrachtet, die extremistischen und völlig verrückten Sichtweisen mehr Aufmerksamkeit und Einfluss verleihen als je zuvor.