
How Einstein Found His Field Equations: Sources and Interpretation
Einsteins Feldgleichungen der Gravitation sind ein Kernelement seiner allgemeinen Relativitätstheorie. In vier kurzen Mitteilungen an die Preußische Akademie der Wissenschaften in Berlin im November 1015 können wir die letzten Schritte auf dem Weg zu diesen Gleichungen und den spektakulären Erfolg der daraus resultierenden Theorie bei der Erklärung der anomalen Bewegung des Perihels des Merkurs verfolgen.
Dieses Quellenbuch bietet einen fachkundigen Leitfaden zu diesen vier bahnbrechenden Arbeiten. Nach einem einleitenden Essay, der diese Arbeiten in den Kontext der Entwicklung von Einsteins Theorie einordnet, präsentiert und analysiert es neben den vier Arbeiten vom November 1915 eine sorgfältige Auswahl von (kritischen Auszügen aus) Papieren, Briefen und Manuskripten, die den Weg dokumentieren, der Einstein zunächst zu den Feldgleichungen der ersten Arbeit vom November 1915 führte, dann aber eine Abzweigung von ihnen nahm, um schließlich wieder zu ihnen zurückzukehren. Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen des Einstein Papers Project und des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte zeichnet dieser Band das komplizierte Wechselspiel zwischen physikalischen und mathematischen Überlegungen nach, das Einstein auf diesem Weg führte.
Auf diese Weise wird prägnant, aber dennoch fundiert dargestellt, wie Einstein zu seinen Feldgleichungen kam, und dem Leser, der bereit ist, sich auf diese Feinheiten einzulassen, wird ein einzigartiger Einblick in die Arbeit Einsteins auf dem Höhepunkt seiner schöpferischen Kraft geboten. Zu den Höhepunkten dieser Reise auf Einsteins Spuren gehören die entscheidenden Seiten (mit detaillierten Anmerkungen) aus dem Zürcher Notizbuch, das Einsteins frühe Suche nach Feldgleichungen mit seinem mathematischen Freund Marcel Grossmann dokumentiert, sowie das Einstein-Besso-Manuskript, das Einsteins Versuche mit seinem Freund und Vertrauten Michele Besso dokumentiert, die Merkur-Anomalie auf der Grundlage der Gleichungen zu erklären, auf die er und Grossmann sich schließlich im Zürcher Notizbuch geeinigt hatten.