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Recaptured Africans: Surviving Slave Ships, Detention, and Dislocation in the Final Years of the Slave Trade
In den Jahren vor dem Bürgerkrieg, während der intensivsten Phase der Unterdrückung des amerikanischen Sklavenhandels, beschlagnahmte die US-Marine etwa 2.000 versklavte Afrikaner von illegalen Sklavenschiffen und brachte sie in provisorische Lager in Key West und Charleston.
In dieser Studie rekonstruiert Sharla Fett die soziale Welt dieser „Rekapitulanten“ und erzählt von den Beziehungen, die sie aufbauten, um die Laderäume der Sklavenschiffe, die amerikanischen Internierungslager und schließlich eine zweite transatlantische Reise nach Liberia zu überleben. Fett zeigt auch, wie die Anwesenheit von Sklavenhandelsflüchtlingen in den Häfen der Südstaaten die hitzigen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen politischen Bewegungen der Vorkriegszeit - von den Menschenrechtskampagnen der Abolitionisten bis hin zur Wiederbelebung des Sklavenhandels - beschleunigte, die die Rekapitulanten nutzten, um ihre Behauptungen über Sklaverei, Sklavenhandel und Ethnie zu belegen.
Indem sie sich auf die Beziehungen zwischen den Schiffskameraden und nicht auf die Heldentaten auf See oder die Gerichtsverfahren konzentriert und die Erfahrungen von Kindern und Erwachsenen unterschiedlicher afrikanischer Herkunft analysiert, liefert Fett die erste Geschichte der Unterdrückung des Sklavenhandels in den USA, die sich auf die wieder eingefangenen Afrikaner selbst konzentriert. Dabei untersucht sie den Zustand der „Rekapitulation“ als eine besondere Variante der Sklavenhandelsgefangenschaft und ordnet die Geschichte der Rekapitulanten in die breitere Diaspora der „befreiten Afrikaner“ in der gesamten atlantischen Welt ein.