Bewertung:

Jack Weatherfords Buch erforscht die Geschichte und Bedeutung von Stammeskulturen im Verhältnis zur städtischen Zivilisation, wobei er die Reise der Menschheit von Jägern und Sammlern zu modernen Stadtbewohnern hervorhebt und Fragen zur Zukunft der Zivilisation aufwirft. Es wird als lehrreich, fesselnd und zutiefst aufschlussreich beschrieben, auch wenn einige Leser der Meinung sind, dass es an konkreten Anwendungen auf aktuelle Themen mangelt.
Vorteile:⬤ Eine fesselnde Erzählung, die schnell zu lesen ist und doch epische Ausmaße hat.
⬤ Bietet eine einzigartige Perspektive auf Stammes- und Stadtkulturen und fördert das Verständnis für die Entwicklung der Zivilisation.
⬤ Die Beschreibungen sind historisch und umfassend und beziehen sich auf verschiedene Kulturen weltweit.
⬤ Wirft wichtige Fragen über die Zukunft der Menschheit und der Zivilisation auf.
⬤ Lehrreich und unterhaltsam, macht Geschichte für ein breites Publikum zugänglich.
⬤ Es fehlt an konkreten Antworten oder umsetzbaren Erkenntnissen zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen.
⬤ Einige Leser empfanden es eher als einen Reisebericht mit minimaler praktischer Anwendung in der heutigen Welt.
⬤ Es wird nicht im Detail untersucht, wie es zu kulturellen Störungen kommt, was einige als verpasste Gelegenheit empfanden.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Savages and Civilization
Ein „provokativer (und) lebendiger“ (Minneapolis Star Tribune) Blick auf die primitiven Kulturen, die der modernen Welt viele Geschenke gemacht haben, und wie ihre Existenz jetzt bedroht ist.
Dieses Buch sollte den Menschen überall als Weckruf dienen“ (Library Journal).
In Indian Givers und Native Roots erforschte der renommierte Anthropologe Jack Weatherford den Zusammenprall zwischen der Kultur der amerikanischen Ureinwohner und der europäischen. In Savages and Civilization erweitert Weatherford nun seinen Fokus und untersucht, wie die Zivilisation einzigartige Stammes- und ethnische Kulturen auf der ganzen Welt auszulöschen droht - und dabei ihre eigene Existenz gefährdet.
Wie Weatherford erklärt, hat die Beziehung zwischen „zivilisierten“ und „wilden“ Völkern im Laufe der Geschichte nicht nur Gewalt, sondern auch ein erstaunliches Maß an Zusammenarbeit, gegenseitiger Beeinflussung, Handel und Mischehen umfasst. Doch diese Beziehung ist nun überall auf der Welt in eine kritische Phase eingetreten, da sich die indigenen Völker heftig gegen den Ansturm einer globalen Zivilisation wehren, die ihre Identität auslöschen will.
Savages and Civilization zeigt eindringlich, dass unser Überleben als Spezies nicht auf einer Entscheidung zwischen Wilden und Zivilisation beruht, sondern vielmehr auf der Verpflichtung zu ihrer lebenswichtigen Koexistenz.