Bewertung:

Savage Tongues von Azareen Van der Vliet Oloomi ist eine ergreifende und komplexe Erkundung von Trauma, Identität und den anhaltenden Auswirkungen von Missbrauch. Der Roman folgt Arezu, einer iranisch-amerikanischen Frau, die sich mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit auseinandersetzt, die mit einer ausbeuterischen Beziehung zu einem älteren Mann während ihrer Teenagerzeit zu tun hat. Der Roman ist wunderschön geschrieben, mit tiefen emotionalen und introspektiven Themen. Allerdings kann die Erzählung schwer und herausfordernd sein, da sie sich mehr auf innere Monologe und Reflexionen als auf eine traditionelle Handlung konzentriert, was vielleicht nicht alle Leser anspricht.
Vorteile:⬤ Schöne und kraftvolle Prosa.
⬤ Tiefgründige Erforschung des Traumas und der psychologischen Auswirkungen von Missbrauch.
⬤ Starke Themen wie Identität, kulturelle Verschiebung und Frauenfreundschaft.
⬤ Emotional bewegend und für manche Leser nachvollziehbar.
⬤ Anspruchsvoller Umgang mit komplexen sozialen und politischen Themen.
⬤ Schweres und dichtes thematisches Material macht es zu einer anspruchsvollen Lektüre.
⬤ Der Schreibstil könnte sich für manche Leser wiederholen und zu introspektiv sein, es fehlt eine handlungsorientierte Erzählung.
⬤ Das Buch ist emotional aufgeladen, was für manche Leser ein Auslöser sein könnte.
⬤ Einige waren der Meinung, dass die Entwicklung der Charaktere durch den beschreibenden Schreibstil überschattet wurde und es an Handlung mangelte.
(basierend auf 22 Leserbewertungen)
Savage Tongues
Ein neuer Roman der PEN/Faulkner-Preisträgerin Azareen Van der Vliet Oloomi - "wenn Sie diesen Namen noch nicht kennen, sollten Sie ihn kennen" (Entertainment Weekly) - über eine junge Frau, die in eine Affäre mit einem viel älteren Mann verwickelt wird, eine persönliche und politische Erkundung von Begehren, Macht und menschlicher Verbundenheit.
Es ist Sommer, als Arezu, ein iranisch-amerikanischer Teenager, nach Spanien fährt, um ihren entfremdeten Vater in einer Wohnung zu treffen, die er dort besitzt. Er taucht nie auf und schickt ihr stattdessen ein wöchentliches Taschengeld, das von seinem Stiefneffen Omar, einem vierzigjährigen Libanesen, verwaltet wird. Im Laufe der Wochen wird Arezu in eine wechselhafte, spannungsgeladene und letztlich katastrophale Affäre mit Omar hineingezogen, eine Beziehung, die sie an der Schwelle zum Erwachsensein erschüttert.
Zwei Jahrzehnte später erbt Arezu die Wohnung. Zusammen mit ihrer besten Freundin Ellie, einer israelisch-amerikanischen Wissenschaftlerin, die sich der palästinensischen Sache verschrieben hat, kehrt sie dorthin zurück, um den Ort zu erkunden und endlich ein Trauma in Worte zu fassen, das sie lange Zeit verschwiegen hat. Gemeinsam katalogisieren sie und Ellie die Fragen nach Handlungsfähigkeit, Sexualität, Verdrängung und Auslöschung, die auftauchen, wenn Arezu sich den Geistern jenes Sommers stellt, und entwickeln gemeinsam eine Geschichte, die Kontinente und Jahrhunderte umspannt.
Zu gleichen Teilen Marguerite Duras und Shirley Jackson, Rachel Cusk und Samanta Schweblin, ist Savage Tongues eine zwingende, beunruhigende und mutig beobachtete Erkundung von Gewalt und Erotik, Heimsuchung und Heilung, und die tiefe Intimität, die aus dem tiefsten Schmerz entsteht.