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Wittgenstein on Aspect Perception
Die Wahrnehmung dessen, was er "Aspekte" nennt, beschäftigte Wittgenstein und bereitete ihm in seinen letzten Lebensjahren erhebliche Schwierigkeiten.
Der Wittgensteinsche Aspekt widersetzt sich einer Reihe traditioneller philosophischer Dichotomien: Der Aspekt ist weder subjektiv (innerlich, metaphysisch privat) noch objektiv, er stellt eine wahrnehmbare Einheit und einen Sinn dar, die (wohl) nicht (noch) begrifflich sind, er ist "dem Willen unterworfen", wird aber gleichzeitig normalerweise als echte Offenbarung des unter ihm wahrgenommenen Objekts angesehen. Dieses Element beginnt mit einer grammatikalischen und phänomenologischen Charakterisierung der Wittgensteinschen "Aspekte".
Anschließend werden zwei weit verbreitete Vorstellungen in Frage gestellt: dass Aspekte mit Begriffen zu identifizieren sind und dass die Aspektwahrnehmung eine kontinuierliche Version hat, die für die (normale) menschliche Wahrnehmung charakteristisch ist. Abschließend wird vorgeschlagen, dass die Aspektwahrnehmung die Unterscheidung zwischen der Welt, wie sie wahrgenommen wird, und der Welt, wie sie objektiv konstruiert ist, sowie die Rolle, die wir bei der Konstitution der ersteren spielen, ans Licht bringt.