
Where Dragon Veins Meet: The Kangxi Emperor and His Estate at Rehe
1702 gab der zweite Kaiser der Qing-Dynastie den Bau eines neuen Sommerpalastes in Rehe (heute Chengde, Hebei) in Auftrag, um seine jährlichen Reisen nach Norden zu den inner-mongolischen Verbündeten des Hofes zu unterstützen. Der Bergpalast Bishu Shanzhuang lag strategisch günstig an einem Knotenpunkt von Bergadern", durch die die geomantische Energie des Qing-Reiches fließen sollte. An diesem Ort veranstaltete der Kangxi-Kaiser vom späten Frühjahr bis zum frühen Herbst Rituale der Intimität und des Austauschs, mit denen er seine Herrschaft feierte: Gartenbesichtigungen, Bankette, Unterhaltungen und Geschenkübergaben.
Stephen Whiteman nutzt Ressourcen und Methoden aus der Kunst- und Architekturgeschichte, der Garten- und Landschaftsgeschichte, der frühneuzeitlichen Globalgeschichte und der historischen Geographie, um die Entwicklung des Bergguts unter Kangxi zu rekonstruieren und die Bedeutung der Landschaft als Medium des ideologischen Ausdrucks während der frühen Qing-Zeit und in der frühneuzeitlichen Welt im weiteren Sinne zu veranschaulichen. Die Untersuchung von Gemälden, Drucken, historischen Karten, neu erstellten Karten, die auf GIS-basierter Forschung beruhen, und persönlichen Berichten offenbart die Bedeutung des geografischen Raums und seiner Darstellung bei der Vermittlung der kaiserlichen Ideologie der Qing. Als erste Monografie in einer beliebigen Sprache, die sich ausschließlich auf die Kunst und Architektur des Kangxi-Hofes konzentriert, beleuchtet Where Dragon Veins Meet die Produktion und den Einsatz von Landschaft am Hof als Spiegel zeitgenössischer Anliegen und bietet neue Einblicke in die Quellen und Formen der Qing-Macht durch materielle Ausdrucksformen.
Initiative für kunsthistorische Publikationen.