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What Is Fiction For?: Literary Humanism Restored
Wie kann die Literatur, die aus nichts anderem als der Beschreibung imaginärer Ereignisse und Situationen besteht, einen Einblick in die Funktionsweise der „menschlichen Realität“ oder der „conditio humana“ geben? Können bloße Worte etwas erhellen, das wir „Realität“ nennen? Bernard Harrison beantwortet diese Fragen in diesem zutiefst originellen Werk, das versucht, der Realität in den Bereichen Kunst und Diskurs neue Geltung zu verschaffen. In einer ehrgeizigen Darstellung der Beziehung zwischen Literatur und Erkenntnis versucht er zu zeigen, wie die literarische Fiktion durch den Einsatz von Wörtern vor dem Hintergrund imaginärer Umstände es uns ermöglicht, die Wurzeln der Bedeutungen, mit denen wir unsere Welt und uns selbst darstellen, in der sozialen Praxis zu erforschen.
Indem er sich mit so unterschiedlichen Philosophen und Theoretikern wie Wittgenstein, Sartre, Merleau-Ponty, Foucault, Derrida, F. R. Leavis, Cleanth Brooks und Stanley Fish auseinandersetzt und seine Ideen durch die Lektüre von Werken u.
a. von Swift, Woolf, Appelfeld und Dickens veranschaulicht, präsentiert dieses Buch eine systematische Verteidigung des Humanismus in der Literaturwissenschaft und des Studiums der Geisteswissenschaften im Allgemeinen durch einen angesehenen Wissenschaftler.