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Time-Inconsistent Control Theory with Finance Applications
Dieses Buch widmet sich Problemen der stochastischen Kontrolle und des Anhaltens, die in dem Sinne zeitinkonsistent sind, dass sie kein Bellman-Optimalitätsprinzip zulassen. Diese Probleme werden in einen spieltheoretischen Rahmen eingebettet, wobei der Schwerpunkt auf subgame-perfect Nash equilibrium strategies liegt. Die allgemeine Theorie wird anhand einer Reihe von Finanzanwendungen illustriert.
Bei dynamischen Entscheidungsproblemen ist Zeitinkonsistenz eher die Regel als die Ausnahme. Wie Robert H. Strotz in seiner bahnbrechenden Arbeit von 1955 darlegte, führt die Lockerung der weit verbreiteten Ad-hoc-Annahme der exponentiellen Diskontierung zu Zeitinkonsistenz. Weitere berühmte Beispiele für zeitliche Inkonsistenz sind die Mean-Variance-Portfoliowahl und die Prospect-Theorie in einem dynamischen Kontext. Bei solchen Modellen wird das Konzept der Optimalität selbst problematisch, da sich die Präferenzen des Entscheidungsträgers im Laufe der Zeit in einer zeitlich inkonsistenten Weise ändern. In diesem Buch wird ein zeitinkonsistentes Problem als nicht-kooperatives Spiel zwischen dem gegenwärtigen und dem zukünftigen Ich des Entscheiders betrachtet, mit dem Ziel, intrapersonelle Gleichgewichte im spieltheoretischen Sinne zu finden. Es wird eine Reihe von Finanzanwendungen vorgestellt, darunter Probleme mit nicht-exponentieller Diskontierung, Mittelwert-Varianz-Zielsetzung, zeitinkonsistente lineare quadratische Regulatoren, Wahrscheinlichkeitsverzerrungen und Marktgleichgewichte mit zeitinkonsistenten Präferenzen.
Time-Inconsistent Control Theory with Finance Applications bietet die erste umfassende Behandlung von zeitinkonsistenten Kontroll- und Halteproblemen, sowohl in kontinuierlicher als auch in diskreter Zeit und im Kontext von Finanzanwendungen. Das Buch richtet sich an Forscher und Studenten der Finanz- und Wirtschaftswissenschaften und enthält eine Übersicht über die Standardergebnisse zur Zeitinkonsistenz, bibliografische Hinweise sowie detaillierte Beispiele für Zeitinkonsistenzprobleme. Für den Leser, der mit der Standard-Arbitrage-Theorie nicht vertraut ist, bietet ein Anhang eine Toolbox mit dem für das Buch benötigten Material.