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zerodrifter: Selected Poems 1983-2005
Thomas Kling (1957-2005) wurde in Bingen am Rhein in der Nähe von Frankfurt geboren, wuchs in Hilden auf und ging in Düsseldorf zur Schule. Später lebte er in Wien, Finnland und Köln und ließ sich schließlich als freier Schriftsteller in der Nähe von Neuss nieder, wo er in einem Haus auf einer stillgelegten NATO-Raketenstation in Hombroich wohnte.
Neben zahlreichen Gedichtbänden veröffentlichte er auch Übersetzungen von Catull und war Herausgeber der Anthologie Sprachspeicher. 200 Gedichte auf deutsch vom achten bis zum zwanzigsten Jahrhundert (Sprachspeicher. 200 Gedichte auf Deutsch vom 8.
bis zum 20. Jahrhundert, 2001). Thomas Kling starb am 1.
April 2005 im Alter von 47 Jahren an Lungenkrebs und galt bis dahin als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker seiner Zeit. Er war in den 1980er Jahren durch Aufführungen seiner Werke (die er nicht als Lesungen, sondern als „Sprachinstallationen“ bezeichnete) bekannt geworden und war eine der Hauptkräfte der damals einsetzenden Erneuerung der deutschen Gegenwartsdichtung, für die er auf die expressionistische Ära und auch auf die Wiener Nachkriegsavantgarde zurückgriff, die in Deutschland bis dahin wenig Beachtung gefunden hatte. Er wurde mit dem Else Lasker-Sch ler-Preis, dem Peter-Huchel-Preis und dem Ernst-Jandl-Preis ausgezeichnet.
Seine Gesammelten Gedichte (1981-2005) wurden im Jahr 2006 veröffentlicht. Dies ist der erste Band seines Werks, der in englischer Sprache veröffentlicht wird.