Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung des Zionismus mit besonderem Schwerpunkt auf seiner Beziehung zum Kolonialismus, wie sie von Derek J. Penslar dargestellt wird. Es ist für seine akademische Strenge und aufschlussreiche Analyse bekannt und eignet sich daher sowohl für den Unterricht als auch für das persönliche Verständnis der komplexen Themen rund um den Zionismus.
Vorteile:Das Buch ist wegen seiner gelehrten Analyse sehr zu empfehlen und stellt eine wertvolle Quelle für Studenten und Wissenschaftler dar. Der Autor bietet eine überzeugende und nuancierte Perspektive auf den Zionismus, insbesondere in Bezug auf den Kolonialismus, angereichert durch historische Zusammenhänge wie den Holocaust.
Nachteile:Einige könnten das Material aufgrund seines akademischen Charakters als dicht oder herausfordernd empfinden, was nicht für alle Leser geeignet ist, die eine einfachere Erzählung suchen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Zionism: An Emotional State
Emotionen sind das Herzstück aller nationalen Bewegungen, und der Zionismus ist da keine Ausnahme. Für diejenigen, die sich als Zionisten bezeichnen, steht das Wort für Befreiung und Erlösung, Einzigartigkeit und Verletzlichkeit.
Doch für viele ist der Zionismus eine Quelle des Widerwillens, wenn nicht gar des Ekels, und diejenigen, die ihn ablehnen, sind nicht weniger leidenschaftlich als diejenigen, die ihn befürworten. Die Macht solcher Emotionen hilft zu erklären, warum ein Wort, das ursprünglich mit territorialem Streben verbunden war, so viele Jahre nach der Gründung des israelischen Staates überlebt hat. Zionismus: An Emotional State“ zeigt fachkundig auf, wie die Energie, die das zionistische Projekt antreibt, aus Gefühlsbündeln stammt, deren Elemente in Umfang, Intensität und Dauerhaftigkeit über Raum und Zeit hinweg variiert haben.
Ausgehend von einer originellen Typologie des Zionismus und einer neuen Sichtweise seiner Beziehung zum Kolonialismus untersucht Penslar die Emotionen, die das zionistische Empfinden und die zionistische Praxis im Laufe der Geschichte der Bewegung geprägt haben. Das daraus resultierende Porträt des Zionismus verändert unser Verständnis von jüdischer Identität inmitten der anhaltenden Debatten über die Rolle des Nationalismus in der modernen Welt.