
Crimmigrant Nations: Resurgent Nationalism and the Closing of Borders
In dem Maße, in dem die Unterscheidung zwischen Inland und Ausland sowie zwischen Binnen- und Außengrenzen zunehmend verschwimmt, sind Migranten - insbesondere People of Color - zum Sinnbild für die hybride Bedrohung sowohl der nationalen Sicherheit und Souveränität als auch der Sicherheit und Ordnung innerhalb des Staates geworden. Mit dem Bau von Mauern und Zäunen, der Überfüllung von Haftanstalten und der Verstärkung der Grenzpolizei und der Grenzkontrollen ist ein neues Narrativ entstanden, das Migranten das Risiko von staatlich geförderter Erniedrigung, Elend und Tod auferlegt.
Crimmigrant Nations untersucht den parallelen Anstieg von einwanderungsfeindlicher Stimmung und Rechtspopulismus sowohl in den USA als auch in Europa und bietet einen beispiellosen Blick auf dieses Thema auf internationaler Ebene. Ausgehend von den Ängsten und Sorgen im Zusammenhang mit der Einwanderung, die der Wahl Trumps, dem Brexit-Votum und der Unterzeichnung und Umsetzung des Schengener Abkommens vorausgingen, analysiert Crimmigrant Nations kritisch die nationalistische Staatspolitik in Ländern, die Migranten kriminalisiert und als Bedrohung für die nationale Sicherheit eingestuft haben. Diese Aufsatzsammlung beleuchtet ein drängendes und verwirrendes Problem, mit dem die westliche Welt im Jahr 2020 und darüber hinaus konfrontiert sein wird.
Sie veranschaulicht nicht nur, wie einwanderungsfeindliche Gefühle und nationalistische Diskurse in verschiedenen westlichen liberalen Demokratien auf dem Vormarsch sind, sondern auch, wie diese Gefühle in eine strafende und grausame Politik und Praxis umgesetzt werden, die zu einer Verschmelzung von Verbrechens- und Migrationskontrolle mit verheerenden Auswirkungen für diejenigen beiträgt, die in deren Reichweite geraten. Indem sie aufzeigt, wie diese Maßnahmen ergriffen werden, welche Beweggründe dahinter stehen und wer durch diese Maßnahmen ausgegrenzt wird, blickt Crimmigrant Nations über die lokale oder nationale Ebene hinaus auf die Beziehungsdynamik zwischen verschiedenen Akteuren auf unterschiedlichen Ebenen und zwischen verschiedenen Institutionen.