Bewertung:

Das Buch wird für seine gründliche Argumentation und seinen pädagogischen Wert hoch gelobt, insbesondere für diejenigen, die sich für das frühe Christentum interessieren. Seine Komplexität und sein Schwerpunkt lassen jedoch vermuten, dass es sich in erster Linie an Bibelwissenschaftler und fortgeschrittene Theologiestudenten richtet, was seine Attraktivität für ein breiteres Publikum einschränkt.
Vorteile:Brillante und eindringliche Argumente, lehrreich und informativ, enthält griechische Texte und Übersetzungen, gründliche Literaturübersicht, erweitert das Wissen über das frühe Christentum erheblich, für das Zielpublikum durchaus lesenswert.
Nachteile:Nicht geeignet für Gelegenheitsleser oder Personen außerhalb der Bibelwissenschaft und der fortgeschrittenen Theologie, was die Leserschaft einschränken könnte.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Two Shipwrecked Gospels: The Logoi of Jesus and Papias's Exposition of Logia about the Lord
Mit der für ihn typischen Kühnheit und sorgfältigen Neubewertung der Beweise bietet MacDonald eine alternative Rekonstruktion von Q und eine alternative Lösung für das synoptische Problem: die Q+/Papias-Hypothese.
Dazu rekonstruiert und interpretiert er zwei verlorene Bücher über Jesus: das früheste Evangelium, das den Autoren von Markus, Matthäus und Lukas als Quelle diente, und den frühesten Kommentar zu den Evangelien von Papias von Hierapolis, der offenbar Markus, Matthäus und das verlorene Evangelium kannte, das er für eine alternative griechische Übersetzung eines semitischen Matthäus hielt. MacDonald untersucht auch, wie diese beiden Texte, die bis ins vierte Jahrhundert hinein gut bekannt waren, mit der Kanonisierung des Neuen Testaments und der Verlegenheit über veraltete Eschatologien sowohl im verlorenen Evangelium als auch in Papias' Auslegung Schiffbruch erlitten.