
Between Probability and Certainty: What Justifies Belief
Martin Smith beschäftigt sich mit einer für die Philosophie zentralen Frage: Was braucht es, damit ein Glaube gerechtfertigt oder rational ist? Nach einer weit verbreiteten Ansicht hängt es davon ab, wie wahrscheinlich der Glaube an eine Aussage ist, wenn man die Beweise hat. Im vorliegenden Buch wird diese Auffassung zurückgewiesen und durch eine andere ersetzt: Damit man eine Aussage rechtfertigen kann, müssen die Beweise sie normativ stützen, d.h.
die Beweise müssen die Falschheit der Aussage abnormal machen, so dass sie einer besonderen, unabhängigen Erklärung bedarf. Diese Konzeption der Rechtfertigung hat Auswirkungen auf eine Reihe von Themen in der Erkenntnistheorie und darüber hinaus, einschließlich der Beziehung zwischen Rechtfertigung und Wissen, der Kraft statistischer Beweise, des Problems des Skeptizismus, des Lotterie- und des Vorwortparadoxons, der Realisierbarkeit des Schließens mehrerer Prämissen, der Internalisten/Externalisten-Debatte, der Psychologie des menschlichen Denkens und der Beziehung zwischen Glaube und Grad des Glaubens.
Letztlich führt uns diese Art der Betrachtung von Rechtfertigung zu einem neuen, ungewohnten Bild davon, wie wir auf unsere Beweise reagieren und mit unserer eigenen Fehlbarkeit umgehen sollten. Dieses Bild wird hier entwickelt.