Bewertung:

Die Biografie von Agnes Martin von Nancy Princenthal bietet eine detaillierte und aufschlussreiche Erkundung des komplexen Lebens und Werks der Künstlerin. Das Buch wurde für seine Gründlichkeit und seinen fesselnden Schreibstil gelobt, auch wenn einige Leser es als langatmig empfanden und die Tiefe der persönlichen Einblicke angesichts von Martins zurückgezogener Natur in Frage stellten.
Vorteile:⬤ Bemerkenswert detailliert und aufschlussreich
⬤ gut recherchiert
⬤ präsentiert eine ausgewogene Sicht auf Agnes Martins Leben und Kunst
⬤ fesselnd für Leser, die mit ihrem Werk vertraut sind
⬤ gute Einführung für neue Leser
⬤ geschätzt für Klarheit und die Zeitleiste
⬤ verbindet Leben und Kunst effektiv.
⬤ Einige Fehler wurden bemerkt, wie z.B. falsche Zuschreibungen
⬤ von einigen als langsam und langweilig empfunden
⬤ es fehlt eine verlockende Erzählung
⬤ zu akademisch und mit überflüssigen Informationen aufgefüllt
⬤ einige wünschten sich mehr Illustrationen
⬤ bringt Martin aufgrund ihrer geheimnisvollen Natur nicht vollständig zum Leben.
(basierend auf 34 Leserbewertungen)
Agnes Martin: Her Life and Art
Im Laufe ihrer fünfzigjährigen Karriere hat Agnes Martin mit ihrem strengen, ruhigen Werk den Minimalismus vorweggenommen und mitdefiniert, auch wenn sie mit psychischen Krisen kämpfte und sich eine einsame Existenz im amerikanischen Südwesten aufbaute. Martin identifizierte sich mit den Abstrakten Expressionisten, doch ihr Engagement für die lineare Geometrie führte dazu, dass sie wiederum mit Minimalisten, Feministinnen und sogar Außenseiterkünstlern in Verbindung gebracht wurde.
Sie bewegte sich in einigen der lebhaftesten Kunstgemeinschaften ihrer Zeit und bewahrte sich gleichzeitig eine legendäre Zurückhaltung. "Ich male mit dem Rücken zur Welt", sagt sie sowohl zu Beginn als auch am Ende eines Dokumentarfilms, den sie in ihren späten Achtzigern drehte. Als sie im Alter von zweiundneunzig Jahren in Taos, New Mexico, starb, soll sie seit einem halben Jahrhundert keine Zeitung mehr gelesen haben.
Agnes Martin, der zwei Retrospektiven und die National Medal of the Arts verliehen wurden, wurde von so unterschiedlichen Kritikern wie Lucy Lippard, Lawrence Alloway und Rosalind Krauss gefeiert. Die gesamte fesselnde Geschichte, die jetzt als Taschenbuch vorliegt, Agnes Martin ist eine unverzichtbare Lektüre für jeden, der sich für abstrakte Kunst oder die Geschichte der Künstlerinnen in Amerika interessiert.