
Algeria and France, 1800-2000: Identity, Memory, Nostalgia
In diesem Sammelband sind die neuesten und innovativsten wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema Erinnerung und Identität in den kolonialen und postkolonialen Beziehungen zwischen Frankreich und Algerien zusammengefasst. Die Beziehungen zwischen Algerien und Frankreich, die sich während der 132 Jahre andauernden Kolonialherrschaft herausgebildet haben, endeten nicht 1962, als Algerien seine Unabhängigkeit erlangte.
Diese lange Zeit der Besatzung hat das soziale Gefüge beider Gesellschaften unauslöschlich geprägt und beeinflusst bis heute ihre Kulturen, Identitäten und Politik. Die Aufsätze sind breit gefächert und ergänzen sich gegenseitig.
Sie machen deutlich, wie sehr die französische Kolonialerfahrung in Algerien auf beiden Seiten des Mittelmeers nachwirkt. Junge und etablierte Wissenschaftler beleuchten die sprachlichen, kulturellen und sozialen Mechanismen der Gewalt, des Erinnerns, des Vergessens, der Fantasie, der Nostalgie, der Vorurteile, der Mythenbildung und der gebrochenen Identität.