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French Mediterraneans: Transnational and Imperial Histories
Während das Mittelmeer oft als ein klar abgegrenzter, einheitlicher Raum betrachtet wird, hat die neuere Forschung zur frühneuzeitlichen Geschichte des Meeres gezeigt, dass diese Perspektive im Wesentlichen eine westliche ist, die aus dem Blickwinkel der imperialen Macht entwickelt wurde, die historisch gesehen die Meere der Region patrouillierte und ihre Häfen kontrollierte. Im Gegensatz dazu war das Mittelmeer für die Völker an seinen südlichen Ufern vielgestaltig und veränderte sich mit den wirtschaftlichen und seefahrerischen Erfordernissen des jeweiligen Augenblicks.
Jahrhundert wurde die Idee eines monolithischen Mittelmeerraums von den Völkern der Region entweder übernommen oder ihnen aufgezwungen. In French Mediterraneans bieten die Herausgeber Patricia M. E.
Lorcin und Todd Shepard eine Sammlung von wissenschaftlichen Beiträgen, die das wichtige französische Element bei der Schaffung des einzigartigen Mittelmeerraums im 19. und 20.
Diese Aufsätze bieten eine kritische Untersuchung von Raum und Bewegung durch neue Ansätze, um über die Karten, Migrationen und Ränder des Meeres im französischen imperialen und transnationalen Kontext nachzudenken. Durch die Neukonzeption des Mittelmeers beleuchtet dieser Band die Vielfalt der Verbindungen zwischen Orten und Staaten, die selten in Modelle nationalstaatlicher Zugehörigkeit oder vorgegebener Geografien passen.