Bewertung:

Die Rezensionen zeigen, dass die Meinungen über Althusser und die französische Philosophie des 20. Jahrhunderts sehr unterschiedlich sind. Jahrhunderts. Während einige das Buch für seine rigorose historische Analyse und seinen Versuch, Althussers Ideen zu rekontextualisieren, loben, kritisieren andere das Buch für seinen Inhalt und halten die Interpretationen der großen französischen Denker für fehlgeleitet oder irrelevant.
Vorteile:Das Buch wird als hervorragend und überlegen beschrieben, da es einen produktiven Eingriff in die Althusser-Rezeption darstellt. Es wird für seine historische und archivarische Strenge und die Wiederbelebung wichtiger philosophischer Kategorien im zeitgenössischen radikalen politischen Denken gelobt.
Nachteile:Kritiker bemängeln, dass die Thematik des Buches fehlerhaft ist und behaupten, dass die französischen Philosophen des 20. Jahrhunderts hätten einen schädlichen Einfluss auf die Literaturwissenschaft ausgeübt. Einige Rezensenten bringen ihre Verachtung für die Interpretationen von Persönlichkeiten wie Barthes, Derrida und Althusser zum Ausdruck, weil sie der Meinung sind, dass sie grundlegende philosophische Texte falsch interpretieren und ins Absurde abdriften.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Althusser and His Contemporaries: Philosophy's Perpetual War
Althusser und seine Zeitgenossen verändert und erweitert das Verständnis von Louis Althusser und der französischen Philosophie der 1960er und 1970er Jahre. Seit dem Tod von Louis Althusser im Jahr 1990 sind Tausende von Seiten bisher unveröffentlichter Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden in französischer Sprache zugänglich gemacht worden.
Auf der Grundlage einer akribischen Untersuchung der posthumen Veröffentlichungen des Philosophen sowie seiner unveröffentlichten Manuskripte, Vorlesungsnotizen, Briefe und Marginalien liefert Warren Montag eine gründliche Neubewertung von Althussers philosophischem Projekt. Montag zeigt, dass sich der Theoretiker intensiv mit dem Werk seiner Zeitgenossen, insbesondere Foucault, Derrida, Deleuze und Lacan, auseinandersetzte.
Montag untersucht Althussers Philosophie als eine Reihe von Begegnungen mit dem Denken seiner Zeitgenossen und kommt zu dem Schluss, dass sich Althussers wichtigste philosophische Auseinandersetzungen um drei Themen drehten: Struktur, Subjekt sowie Anfang und Ende. Indem Montag Althusser seine Zeitgenossen liest, wirft er ein neues Licht auf den Strukturalismus, den Poststrukturalismus und den außergewöhnlichen Moment des französischen Denkens in den 1960er und 1970er Jahren.