Bewertung:

Diese Sammlung von Aufsätzen über Spinoza bietet ein breites Spektrum an Interpretationen, die sich insbesondere auf sein politisches und materialistisches Denken konzentrieren. Sie bietet wertvolle Einblicke für diejenigen, die sich für kontinentale Philosophie und die Überschneidung von Spinozas Ideen mit Existenzialismus und Demokratie interessieren. Die Aufsätze setzen sich kritisch mit Spinozas Werken auseinander und stellen konventionelle Ansichten in Frage, auch wenn sie für Leser, die mit seiner Philosophie nicht vertraut sind, eine Herausforderung darstellen können.
Vorteile:Das Buch enthält qualitativ hochwertige Aufsätze, die als grundlegend für das Verständnis von Spinozas Philosophie gelten. Es ist besonders stark in der Darstellung existenzialistischer und demokratischer Perspektiven und eignet sich gut für diejenigen, die sich für die kontinentale politische Philosophie interessieren. Die Aufsätze sind fesselnd und regen zu einer durchdachten Analyse an, wobei sowohl bekannte als auch weniger bekannte Interpretationen von Spinoza behandelt werden.
Nachteile:Die Leser sollten über ein gewisses Maß an Vorwissen über Spinoza verfügen, um den Inhalt vollständig zu verstehen, da die Aufsätze für diejenigen, die mit seinem Werk nicht vertraut sind, möglicherweise keinen Sinn ergeben. Außerdem kann die Komplexität der vorgebrachten Argumente abschreckend wirken, und wer sich nicht speziell für kontinentales Denken interessiert, wird einige Aufsätze vielleicht weniger relevant finden.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The New Spinoza, 11
Um die Präsenz von Spinoza zu erkennen, so Louis Althusser, „muss man zumindest von ihm gehört haben“.
Die in diesem Band versammelten Aufsätze legen nahe, dass das, was für Althusser gilt, für seine ganze Generation zutrifft - dass Spinoza eine unvermutete, aber sehr reale Präsenz im Werk zeitgenössischer Philosophen von Deleuze und Lacan bis Foucault und Derrida ist. Diese Aufsätze, von denen die meisten zum ersten Mal in englischer Sprache erscheinen, verdeutlichen Spinozas berechtigte Rolle in der Entwicklung und Ausrichtung der zeitgenössischen kontinentalen Philosophie.
Der Band dürfte nicht nur für die wachsende Gruppe von Wissenschaftlern von Interesse sein, die sich von Spinozas Gedanken zu Ethik, Politik und Subjektivität angezogen fühlen, sondern auch für Theoretiker in einer Vielzahl von Bereichen, die noch nicht verstanden haben, wie sie Spinoza in ihrer Arbeit produktiv einsetzen können.