Bewertung:

David Caplans „Discovering American Poetry In A Very Short Introduction“ bietet einen aufschlussreichen Überblick über die amerikanische Lyrik, wobei er deren doppelte Eigenschaft hervorhebt, die Eigenart der Vereinigten Staaten widerzuspiegeln und sich gleichzeitig mit transnationalen Themen auseinanderzusetzen. Das Buch bietet scharfsinnige Analysen verschiedener Dichter aus unterschiedlichen Epochen und ist damit sowohl für neue als auch für erfahrene Leser wertvoll.
Vorteile:Das Buch ist gut informiert, durchdacht und provokativ und führt den Leser effektiv in die amerikanische Poesie ein. Es bietet aufschlussreiche Diskussionen über ein breites Spektrum von Dichtern, von frühen Figuren wie Anne Bradstreet bis hin zu zeitgenössischen Stimmen, die von Bewegungen für soziale Gerechtigkeit beeinflusst sind. Die Perspektiven der Autorin regen zum weiteren Nachdenken über die amerikanische Literatur und Kultur an, und das Buch erfüllt erfolgreich die Ziele der Reihe „Very Short Introductions“.
Nachteile:Die Kürze des Buches schränkt seinen Umfang ein, da einige bemerkenswerte Dichter ausgelassen werden. Es eignet sich zwar hervorragend für die Analyse der Vergangenheit und das Verständnis bestehender poetischer Themen, ist aber weniger geeignet, um künftige Trends in der amerikanischen Poesie vorherzusagen. Einige Leser könnten die Behandlung bestimmter Dichter als zu begrenzt empfinden.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
American Poetry: A Very Short Introduction
Ein führender Kritiker erklärt, was die amerikanische Poesie - ein riesiges Genre, das verschiedene Stile, Techniken und Formen umfasst - auszeichnet.
In diesem kurzen und fesselnden Band entwirft David Caplan eine neue Theorie der amerikanischen Poesie. Lebendig geschrieben und mit erhellenden Beispielen argumentiert Caplan, dass zwei Merkmale diese große, umstrittene Literatur kennzeichnen. Auf der einen Seite behaupten einige der wichtigsten amerikanischen Dichter und Kritiker, dass Amerika eine Poesie braucht, die der Besonderheit des Landes entspricht. Sie plädieren für das Neue und für einen Bruch mit dem, was als unmodern und fremd empfunden wird. Auf der anderen Seite begrüßt die amerikanische Poesie Techniken, Stile und Traditionen, die weit über ihre Grenzen hinausgehen. Die Kraft dieser beiden konkurrierenden Merkmale, die Betonung der Einzigartigkeit und der Transnationalität der amerikanischen Poesie, treibt sowohl das individuelle Schaffen als auch das breitere Feld an. Diese beiden charakteristischen Merkmale verleihen der amerikanischen Poesie Energie und beschleunigen ihre Entwicklung zu einer großen Nationalliteratur, die die Dichter der Gegenwart weiterhin inspiriert.
American Poetry: A Very Short Introduction bewegt sich durch die Geschichte und würdigt die Kunstfertigkeit der Dichter, indem es den von ihnen verwendeten Versformen, Metren und Stilen große Aufmerksamkeit schenkt. Die Beispiele reichen von Anne Bradstreet, die ein Jahrhundert vor der Gründung der Vereinigten Staaten schrieb, bis zu den Dichtern der Black-Lives-Matter-Bewegung. In den einzelnen Kapiteln wird untersucht, wie andere bedeutende Persönlichkeiten wie T. S. Eliot, Phillis Wheatley, Walt Whitman, Emily Dickinson, W. H. Auden und Langston Hughes Konventionen oder Eigenheiten betonen und sich dem amerikanischen Englisch als wichtiger künstlerischer Ressource zuwenden. Diese prägnante Untersuchung der amerikanischen Poesie bereichert unser Verständnis sowohl für die besonderen Leistungen dieser Literatur als auch für die Stellung ihrer wichtigsten Autoren darin.