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Anatomy Museum: Death and the Body Displayed
Der große Erfolg der Wanderausstellung "Körperwelten" zeugt von der großen Anziehungskraft, die menschliche Körper ausüben können, wenn sie in Galerieräumen ausgestellt werden. Doch während Anatomiemuseen ihren Besuchern viel über Körper gezeigt haben, sind sie selbst so etwas wie ein obskures Phänomen.
Ihre unglaublichen technologischen Entwicklungen und ihre komplexe Nutzung visueller Bilder und des Fleisches selbst bleiben weitgehend unerforscht. Dieses Buch untersucht Anatomiemuseen in der westlichen Welt und zeigt auf, wie sie in ihrem oft leidenschaftlichen Streben nach Wissen, das sowohl Faszination als auch Angst auslöst, funktioniert haben. Elizabeth Hallam erforscht diese Museen in Vergangenheit und Gegenwart und zeigt, wie sie den menschlichen Körper zeigen - ob nackt, ohne Haut, vollständig seziert oder in Form von Zeichnungen, dreidimensionalen Modellen, Röntgenbildern oder Filmen dargestellt.
In den Anatomiemuseen identifiziert sie eine Vielzahl damit verbundener Themen - von der Darstellung verstorbener Körper in der Kunst bis hin zur Ästhetik der Wissenschaft, von der Körperspende bis hin zu Techniken der Leichenkonservierung und ritualisierten Praktiken der Totenbeseitigung. Indem das Anatomiemuseum diese Themen eingehend untersucht, fördert es eine seltsame und fesselnde Kulturgeschichte der Räume zutage, in denen menschliche Körper nach dem Tod ausgestellt werden.