Bewertung:

Das Buch bietet eine gut recherchierte und klar formulierte Erkundung der Bedeutung von Objekten in der Kultur, insbesondere in Bezug auf Gedächtnis- und Trauerpraktiken. Es ist in einem leicht zugänglichen akademischen Stil geschrieben, so dass es sowohl für Wissenschaftler als auch für allgemein an diesen Themen interessierte Leser geeignet ist.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und klar
⬤ gründlich recherchiert
⬤ zugänglicher akademischer Stil
⬤ bietet tiefe Einblicke in die Bedeutung von Objekten in Erinnerung und Trauer
⬤ sowohl für die Forschung als auch für das persönliche Verständnis geeignet.
Keine explizite Erwähnung in den Rezensionen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Death, Memory and Material Culture
- Wie halten die Lebenden in den westlichen Gesellschaften die Beziehung zu den Toten aufrecht? - Wie wurden die verbliebenen Habseligkeiten der Toten genutzt, um Erinnerungen zu wecken? - Warum sind der Körper und seine materielle Umgebung bei der Erinnerungsbildung so wichtig geblieben? Objekte, Bilder, Praktiken und Orte erinnern uns an den Tod anderer und an unsere eigene Sterblichkeit. Zum Zeitpunkt des Todes verschwinden die verkörperten Personen aus dem Blickfeld, ihre Beziehungen zu anderen sind bedroht und ihr Einfluss kann erlöschen.
In emotionaler, sozialer und politischer Hinsicht steht zum Zeitpunkt des Todes viel auf dem Spiel. In diesem Zusammenhang können Erinnerungen und Gedächtnisbildung hoch aufgeladen sein und verschaffen den Toten oft eine soziale Präsenz unter den Lebenden. Die Erinnerung an die Toten ist ein Bollwerk gegen den Schrecken des Vergessens, aber auch ein unausweichliches Ergebnis des Endes eines Lebens.
Objekte auf Dachböden, in Gärten, Museen, auf Straßen und Friedhöfen können uns viel über die Prozesse des Erinnerns erzählen. Dieses ungewöhnliche und fesselnde Buch entwickelt anthropologische und kulturgeschichtliche Perspektiven, um die Bedeutung von materiellen Objekten für die Erfahrung von Trauer und Gedenken aufzuzeigen.
Weit davon entfernt, "unsichtbar" zu sein, zeigen die Autoren, wie vergangene Generationen, tote Freunde und Geliebte manifest bleiben - durch abgetragene Kleidungsstücke, Briefe, Fotografien, Blumen, verbliebene Parfümtropfen und Grabplastiken. Hallam und Hockey gehen den Ritualen, Gesten und Materialien nach, die zur Gestaltung und Bewahrung von Erinnerungen an persönliche Verluste verwendet wurden, und zeigen, wie die materielle Kultur den Verstorbenen eine starke Präsenz im Hier und Jetzt verleiht.