Bewertung:

Ed Woods „Angora Fever“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich in erster Linie an seine Fans und an diejenigen wendet, die sich für alte Pulp-Fiction interessieren. Die Sammlung enthält zwar unterhaltsame und skurrile Geschichten mit verschiedenen Charakteren wie Serienmördern und Privatdetektiven, aber die Leser bemerken auch, dass sich die Geschichten wiederholen, so dass sie sich weniger zum kontinuierlichen Lesen eignen. Insgesamt gehen die Meinungen auseinander: Einige loben die Bedeutung der Sammlung für die Bewahrung von Woods literarischem Schaffen, während andere die Ausführung und die Qualität der Texte kritisieren.
Vorteile:⬤ Die Sammlung ist unterhaltsam und reich an bizarren und wilden Geschichten
⬤ ein Muss für Ed Wood-Fans und diejenigen, die alte Pulp-Fiction schätzen
⬤ Bob Blackburn liefert eine großartige Einführung
⬤ viele Geschichten zeigen Woods Fähigkeiten als Wortschöpfer und seine Kreativität.
⬤ Viele Geschichten wiederholen sich und sind am besten einzeln zu lesen
⬤ einige Kritiker bemängeln, dass es dem Text an Tiefe und Planung fehlt
⬤ einige Stücke werden als vergesslich oder Füllmaterial beschrieben
⬤ die gebundene Ausgabe ist schlecht produziert und es fehlen Seitenzahlen.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Angora Fever: The Collected Stories of Edward D. Wood, Jr.
Edward D. Wood Jr. war ein Name, der in der Geschichte Hollywoods in Vergessenheit geraten war, bis 1994 die Tim-Burton-Biopic-Verfilmung Ed Wood mit Johnny Depp als Ed und Martin Landau als Horror-Ikone Bela Lugosi in den Hauptrollen herauskam - eine Rolle, für die Landau den Oscar erhielt.
Nachdem er während des Zweiten Weltkriegs bei den US-Marines gedient hatte, folgte Ed seinem Traum nach Hollywood, in der Hoffnung, als Filmregisseur erfolgreich zu sein. Ed verwirklichte sein Ziel, aber seine Talente entsprachen nicht seinen Ambitionen. Mit praktisch nicht vorhandenen Budgets führte er bei Filmen Regie, die zu ihrer Zeit ignoriert wurden, heute aber als Kultklassiker gelten: Glen or Glenda, Bride of The Monster, Orgy of The Dead, und seine "berüchtigtste" Produktion: Plan 9 From Outer Space.
Da er mit seinen Filmeinnahmen kaum auskam, wandte sich Ed dem Schreiben einer Reihe von reißerischen Taschenbüchern mit Titeln wie "Black Lace Drag", "Let Me Die In Drag" und "Devil Girls" zu. Sein beruflicher Niedergang setzte sich fort, als er in den späten 60er Jahren für einen Skin-Magazin-Verleger arbeitete und Texte und Kurzgeschichten in ungeheurer Menge herausbrachte - eine erstaunliche Leistung, wenn man bedenkt, dass Ed Wood zu diesem Zeitpunkt ein schwerer Alkoholiker geworden war.
Die von Bob Blackburn, einem engen Freund von Eds Witwe Kathy, herausgegebenen und mit einem Vorwort versehenen Geschichten aus Ed Woods späterer Feder sind nun endlich in diesem exklusiven Band versammelt.