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Arabic as a Secret Song
Die gefeierte und äußerst vielseitige Schriftstellerin Lela Sebbar wurde im kolonialen Algerien geboren, hat aber fast ihr gesamtes Erwachsenenleben in Frankreich verbracht, wo sie als eine der wichtigsten Stimmen zu den einschneidenden Auswirkungen des Kolonialismus in der heutigen Gesellschaft gilt. Der dramatische Kontrast zwischen ihrer Vergangenheit und ihrer Gegenwart ist das Thema der neun autobiografischen Essays, die in diesem Band versammelt sind. Sie wurden zwischen 1978 und 2006 verfasst und zeichnen eine Reise nach, die in Aflou, Algerien, begann, wo ihr Vater ein Schulhaus betrieb, und sich bis nach Frankreich fortsetzte, wo Sebbar als Studentin allein reiste, bevor sie schließlich ihre kraftvolle kreative Vision verwirklichte.
Die in diesem Buch versammelten Stücke fangen eine Reihe von Erfahrungen, Empfindungen und Gefühlen im Zusammenhang mit der französischen Kolonialpräsenz in Algerien ein und bieten eine intime und prismatische Reflexion über Sebbars bikulturelles Aufwachsen als Kind eines algerischen Vaters und einer französischen Mutter. Sebbar zeichnet ein schonungsloses Porträt ihrer ursprünglichen Loslösung von der arabischen Sprache und Kultur ihres Vaters und schildert ihren Kampf, ein kulturelles Erbe wiederzubeleben, das ihre Familie bewusst verdrängt hatte, und das lebendige, aber gedämpfte Arabisch ihres Vaters und Algeriens zu vermitteln. Aus zahlreichen Blickwinkeln blickt sie auf ihr Leben zurück und schildert die komplizierte und trennende Dynamik des Aufwachsens "zwischen zwei Ufern" - dem kolonisierten und dem kolonisierenden.
CARAF-Bücher: Karibische und afrikanische Literatur, aus dem Französischen übersetzt.