Bewertung:

Das Buch stellt eine äußerst positive und etwas unkritische Biografie von General Kuter dar, die möglicherweise kein ausgewogenes Bild seiner Karriere vermittelt und einige Leser dazu veranlasst, sich mehr Einblick in seine Fehler zu wünschen.
Vorteile:Die Biografie enthält eine detaillierte Darstellung von Kuters Qualitäten und Beiträgen und ist daher für Leser geeignet, die eine feierliche Perspektive suchen.
Nachteile:Das Buch lässt eine ausgewogene Kritik vermissen und versäumt es, Kuters Schwächen zu erforschen, was Leser, die ein differenzierteres Verständnis seines Charakters und seiner Karriere suchen, enttäuschen könnte.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Architect of Air Power: General Laurence S. Kuter and the Birth of the US Air Force
Im Alter von 36 Jahren wurde Laurence S. Kuter (1905-1979) der jüngste General seit William T. Sherman. Er diente während des Zweiten Weltkriegs als stellvertretender Befehlshaber der taktischen Luftstreitkräfte der Alliierten in Nordafrika und war an der Ausarbeitung der amerikanischen Bombenstrategie in Europa beteiligt. Obwohl seine Kampfbeiträge weniger bemerkenswert waren als die anderer Kommandeure der Eighth Air Force, sahen nur wenige Offiziere so viele Einsatzgebiete wie er oder waren so begehrt. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete er den Military Air Transport Service, die Air University, die Far East Air Forces und war Oberbefehlshaber des North American Air Defense Command (NORAD). Trotz dieser und anderer Leistungen wird Kuter immer noch viel zu wenig gewürdigt.
In Architect of Air Power bietet Brian D. Laslie die erste Biografie dieses wichtigen, aber unbesungenen Pioniers, dessen Einfluss in jeder Phase der Entwicklung einer unabhängigen US-Luftwaffe zu finden ist. Von seinen frühen Jahren in West Point über seine Zeit an der Air Corps Tactical School bis hin zu seiner Führungsrolle bei NORAD hat sich Kuter mit stiller Effizienz einen Namen gemacht. Er war ein früher Befürworter der strategischen Bombardierung anstelle von Verfolgungs- oder Kampfflugzeugen - was die Art und Weise, wie die Luftwaffe eingesetzt wurde, grundlegend veränderte - und half später bei der Durchführung der Berliner Luftbrücke im Jahr 1948. In einem für die Militärgeschichte bedeutsamen Moment verfasste er das Field Manual 100-20, das als "Unabhängigkeitserklärung" der Luftwaffe gegenüber dem Heer gilt.
Anhand von Tagebüchern, Briefen und Sammelalben bietet Laslie ein umfassendes Porträt dieses einflussreichen Soldaten. Architect of Air Power beleuchtet Kuters entscheidende Beiträge und bietet neue Einblicke in die entscheidende Militärpolitik und Entscheidungsfindung während des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges.