Bewertung:

Brian D. Laslie untersucht in seinem Buch „Air Power's Lost Cause“ die Komplexität und das Scheitern des US-Luftkriegs in Vietnam und vertritt die Auffassung, dass die Luftstreitkräfte zwar in Einzelfällen effektiv arbeiteten, aber letztlich nicht zum Sieg im Krieg führten. Er kritisiert die Vorstellung, dass die Politiker und nicht die militärische Strategie für die Misserfolge im Luftkrieg verantwortlich waren.
Vorteile:Das Buch bietet eine detaillierte und gut recherchierte Analyse der verschiedenen Facetten des Luftkriegs in Vietnam und gliedert ihn in unabhängige Luftkampagnen. Es bietet ein starkes Gegenargument zu der Vorstellung, dass die Luftstreitkräfte allein den Sieg hätten erringen können, und wird dafür gelobt, dass es die operativen Mängel und taktischen Unzulänglichkeiten innerhalb der Luftstreitkräfte beleuchtet. Der Text wird als umfassend und für militärhistorisch Interessierte verständlich beschrieben.
Nachteile:Einige Rezensenten sind der Meinung, dass die übergreifende These des Buches fehlerhaft oder nicht ausreichend untermauert ist, da sie die Komplexität des Luftkrieges vereinfacht und nicht angemessen aufzeigt, wie die Luftstreitkräfte effektiver hätten sein können. Es wird auch auf Wiederholungen im Text hingewiesen, und die potenziell reduktionistische Interpretation der Ereignisse wird kritisiert, weil sie die Nuancen der Luftkampagnen im Vietnamkrieg nicht vollständig erfasst.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Air Power's Lost Cause: The American Air Wars of Vietnam
Dieses Buch füllt eine wesentliche Lücke in unserem Verständnis der Geschichte der Luftstreitkräfte in Vietnam und bietet die erste umfassende Behandlung der Luftkriege in Vietnam.
Besonders wichtig für das Verständnis der US-Niederlage ist, dass Laslie die Gefahren aufzeigt, die sich ergeben, wenn eine Nation eine eindimensionale Kampftruppe aufbaut, die nur eine Art von Krieg unterstützen kann.