Bewertung:

Das Buch dient als informative Einführung in das islamische Reformdenken und ist insbesondere für muslimische Frauen von Nutzen, die sich über ihren Glauben informieren wollen. Es wird jedoch für seine Zugänglichkeit kritisiert, da es oft eine komplexe juristische und theologische Terminologie verwendet, die für Leser ohne einen starken akademischen Hintergrund im Islam schwierig sein kann.
Vorteile:Das Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für muslimische Frauen, bietet eine augenöffnende Perspektive auf islamisch-reformistisches Gedankengut und enthält persönliche Geschichten, die die diskutierten Ideen illustrieren.
Nachteile:Das Buch ist nicht sehr leicht zugänglich, setzt oft Vorkenntnisse über rechtliche Konzepte voraus und ist möglicherweise zu akademisch für Leser, die nach praktischer Anleitung oder persönlicher Glaubensentwicklung suchen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Journeys Toward Gender Equality in Islam
Wenn Gerechtigkeit ein immanenter Wert im Islam ist, warum wurden dann Frauen in der islamischen Rechtstradition als Bürger zweiter Klasse behandelt?
Seit der Entstehung des islamischen Feminismus am Ende des 20. Jahrhunderts stellt die Idee der Gleichberechtigung der Geschlechter - die unseren heutigen Vorstellungen von Gerechtigkeit innewohnt - eine Herausforderung für die etablierten, patriarchalischen Auslegungen der Scharia dar.
In einer Reihe von nachdenklichen, aufschlussreichen Gesprächen erkundet Ziba Mir-Hosseini den Weg zur Gleichstellung der Geschlechter im Islam mit sechs einflussreichen muslimischen Intellektuellen - Abdullahi An-Na'im, Amina Wadud, Asma Lamrabet, Khaled Abou El Fadl, Mohsen Kadivar und Sedigheh Vasmaghi. Ausgehend von der Prämisse, dass der Koran eher den Weg zur Gerechtigkeit aufzeigt als eine genaue Definition von Gerechtigkeit, erörtern sie, wie neue Formen der Wissenschaft und des Aktivismus innerhalb des islamischen Rechtsrahmens zur Gleichstellung der Geschlechter beitragen.