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Moments for Nothing: Samuel Beckett and the End Times
Samuel Becketts Werk hat Generationen von Lesern mit seiner Darstellung der Endzeit in seinen Bann gezogen. Becketts Figuren beschäftigen sich mit dem Tod, und die Gespenster der Katastrophe und des Aussterbens überschatten ihre karge, trostlose Welt. Doch irgendwie halten sie durch, erleben surreale und oft komische Wiederholungen, die gleichzeitig die Endlichkeit und das Unendliche zu konfrontieren scheinen, bis hin zu den Grenzen der Existenz.
Gabriele Schwab hat sich jahrzehntelang intensiv mit Beckett auseinandergesetzt und untersucht, wie sein Werk unsere aktuellen existenziellen Ängste und Befürchtungen anspricht. Indem sie kritische Analysen mit persönlichen Reflexionen verwebt, zeigt sie, wie Becketts Schreiben unerwartete Ressourcen für die Bewältigung persönlicher und planetarischer Katastrophen bereitstellt. Moments for Nothing untersucht die Art und Weise, wie Becketts Werke in einer Zeit der Krisen - Klimawandel, Umweltzerstörung und die COVID-19-Pandemie -, die sowohl durch lähmenden Stillstand als auch durch allgegenwärtige Ungewissheit gekennzeichnet sind, eine neue Bedeutung erlangen. Sie bieten auch eine erfrischende Darstellung des Alterns und des Endes des Lebens und erforschen Einsamkeit, Verletzlichkeit und Verfall. Becketts besondere Vision der Apokalypse und sein Sinn für Beharrlichkeit, so Schwab, helfen uns, unsere Zeit zu verstehen und bieten vielleicht sogar Zuflucht und Trost.
Moments for Nothing" enthält aufschlussreiche Lesungen ikonischer Werke wie "Endgame", "Happy Days" und der Trilogie, aber auch weniger bekannte Werke wie das Stück "Breath", das Schwab vor dem Hintergrund der Pandemie neu interpretiert.