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Radioactive Ghosts: Volume 61
Eine bahnbrechende Untersuchung des nuklearen Traumas, der anhaltenden und neuen nuklearen Gefahr und der Subjektivitäten, die sie hervorbringen.
In einer Zeit, in der der Ruf nach weit verbreiteter Atomenergie und einem „begrenzten Atomkrieg“ wieder auflebt, sind die Menschen, die mit den Folgen dieser Entscheidungen leben müssen, zunehmend verunsichert. Die nukleare Gefahr in Verbindung mit der sich abzeichnenden Bedrohung durch den Klimawandel bedeutet, dass wir die Herausbildung einer neuen Art von Subjektivität erleben: Menschen, die sich in einer Position ständiger ontologischer Unsicherheit befinden. In Radioactive Ghosts entwirft Gabriele Schwab eine Vision dieser „nuklearen Subjektivitäten“, mit denen wir alle leben.
Mit dem Schwerpunkt auf dem Erbe des Manhattan-Projekts, Hiroshima und der Atomenergiepolitik nimmt uns Radioactive Ghosts mit auf eine Reise zu den wenig sichtbaren Seiten unserer nuklearen Welt. Schwab untersucht den verheerenden Uranabbau auf dem Land der Ureinwohner, die nuklearen Opferzonen, die katastrophalen Unfälle von Tschernobyl und Fukushima und die Entstehung einer neuen, artenübergreifenden Ethik und zeigt, wie die vom Aussterben bedrohten Individuen neue Anpassungen, Schutzmaßnahmen und Gemeinschaftsräume schaffen. Angefangen von persönlichen Erfahrungsberichten über Strahlung bis hin zur eingehenden Lektüre von Literatur, Film, Kunst und wissenschaftlichen Werken liefert Schwab eine komplexe, eigenwillige und persönliche Analyse eines der am meisten übersehenen Themen unserer Zeit.