Bewertung:

Das Buch erforscht die Komplexität psychologischer Traumata und ihrer Bewältigung, indem es persönliche Erzählungen, Theorien und verschiedene kulturelle Referenzen miteinander verbindet. Während es von einigen als außergewöhnlich und zutiefst aufschlussreich angesehen wird, insbesondere für diejenigen, die ein wissenschaftliches Interesse an transgenerationalen Traumata haben, finden andere es aufgrund der dichten Schrift und der zahlreichen Verweise zu komplex und schwer zu lesen.
Vorteile:⬤ Bemerkenswerter Text über psychologisches Trauma
⬤ spricht eine breite Leserschaft an
⬤ verbindet wissenschaftliche Aussagen mit persönlichen Dialogen
⬤ gilt als potenzieller Klassiker auf dem Gebiet
⬤ luzide Behandlung sensibler Themen
⬤ behandelt komplexe Theorien ohne Fachjargon.
⬤ Langsame und komplexe Lektüre, für Laien möglicherweise unzugänglich
⬤ dichter Schreibstil kann sich wie ein ständiges Dröhnen anfühlen
⬤ übermäßig abhängig von Referenzen, was es schwer macht, zu folgen
⬤ manche finden es unverständlich und frustrierend.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Haunting Legacies: Violent Histories and Transgenerational Trauma
Vom Massenmord bis zum Völkermord, von der Sklaverei bis zur kolonialen Unterdrückung - Gräueltaten haben ein Leben, das weit über den schrecklichen Moment hinausreicht. Sie erzeugen ein Trauma, das über Generationen hinweg in den Erfahrungen derjenigen nachhallt, die auf beiden Seiten der Tat standen.
Gabriele Schwab liest diese Hinterlassenschaften in einer Reihe von Erzählungen, vor allem in den Schriften von Nachkriegsdeutschen und den Nachkommen von Holocaust-Überlebenden. Sie verbindet deren Arbeit mit früheren Geschichten der Sklaverei und des Kolonialismus und mit jüngeren Ereignissen wie der südafrikanischen Apartheid, der Folterpraxis nach dem 11. September und dem „Verschwinden“ während der südamerikanischen Diktaturen.
Zu Schwabs Texten gehören Memoiren wie Ruth Klugers Still Alive und Marguerite Duras' La Douleur; Berichte der zweiten Generation von Kindern von Holocaust-Überlebenden wie Georges Perecs W, Art Spiegelmans Maus und Philippe Grimberts Secret; und Erinnerungen der zweiten Generation von Deutschen wie W. G.
Sebalds Austerlitz, Sabine Reichels Was hast du im Krieg gemacht, Papa? und Ursula Dubas Erzählungen eines Kindes des Feindes. Sie lässt auch ihre eigenen Erinnerungen an das Aufwachsen im Nachkriegsdeutschland einfließen, um die Verflechtung von Erinnerungen und Geschichten im psychischen Leben und im kulturellen Gedächtnis darzustellen.
Schwab schließt mit einem aufrüttelnden Blick auf Fragen der Verantwortung, Wiedergutmachung und Vergebung im Spannungsfeld zwischen Opfer und Täter.