Bewertung:

Lee Martins Memoiren „From Our House“ sind ein sehr persönlicher und nachdenklicher Bericht über seine Kindheit mit einem missbrauchenden Vater und einer sanftmütigen Mutter. Die Erzählung erkundet Themen wie Liebe, Funktionsstörungen, Schmerz und schließlich Vergebung und verbindet Martins Erfahrungen als Junge mit seinen Erkenntnissen als Erwachsener. Die Leser schätzen die anregende Prosa, die emotionale Tiefe und die Fähigkeit des Autors, die Komplexität der Familiendynamik zu erfassen.
Vorteile:⬤ Kraftvoller und wortgewandter Schreibstil
⬤ zutiefst ehrliche und reflektierende Erzählung
⬤ ruft starke emotionale Reaktionen hervor
⬤ reichhaltige Darstellung des Lebens auf dem Lande und der familiären Kämpfe
⬤ konzentriert sich auf Themen wie Liebe, Vergebung und Transformation
⬤ nachvollziehbar für Menschen mit ähnlichem Hintergrund.
⬤ Einige Leser empfanden einen Mangel an Empathie für den Sohn
⬤ für manche ist das Buch vielleicht zu intensiv oder schmerzhaft
⬤ ein Fokus auf dunklere Themen wie Dysfunktion und Missbrauch könnte nicht jeden ansprechen.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
From Our House: A Memoir
From Our House“ sind die leuchtenden und einzigartig amerikanischen Memoiren von Lee Martin, der im selben Jahr in eine Bauernfamilie hineingeboren wurde, als sein Vater unerwartet beide Hände verlor. Lees Vater, der einst dafür bekannt war, „seinen Nachbarn etwas Gutes zu tun“, veränderte sich an jenem Nachmittag in den Maisfeldern und wurde zu einem verbitterten, verhärteten Mann.
„Jedes Leben hat seine eigenen Wahrheiten“, schreibt Martin, “und die Wahrheit über meinen Vater war, dass er nach seinem Unfall eine tiefe und anhaltende Wut in unser Haus brachte. Ich kannte seine Haken so gut wie alles, was ich je über meinen Vater wusste.“. „Wie leicht werden unsere Körper zu uns, unsere Seelen sind an das Material gebunden, an die Freude, den Kummer oder den Schmerz, die wir durch unsere Haut spüren“, sinniert Martin.
Letztlich ist es das stille Mitgefühl seiner Mutter, das die Gnade ausmacht, die Lee und sein Vater schließlich sowohl in sich selbst als auch in ihrer kleinen Familie entdecken. Lee lernt, mit den Jahreszeiten zu leben und zum Rumpeln des Traktors seines Vaters einzuschlafen, trotzt Schneestürmen, um Schweine zu verkaufen oder die kranke Großmutter zu besuchen, spielt Basketball, hört sich Baseballspiele an und stiehlt Schallplatten - und wächst doch heran, um seine Geschichte mit seltener Schönheit und bemerkenswerter Nachsicht zu erzählen.