
Bialik, the Hebrew Bible and the Literature of Nationalism
Dieses Buch untersucht das Leben und die Poesie von Chaim Nachman Bialik (1873-1934) im Kontext der europäischen Nationalliteratur zwischen der Französischen Revolution und dem Ersten Weltkrieg und zeigt, wie er zur Schaffung einer modernen hebräischen Nationalkultur beitrug und die Wiederbelebung des Hebräischen als gesprochene Sprache vorantrieb.
Der Autor beginnt mit Bialiks Hintergrund im Zarenreich und kontextualisiert die jüdische Machtlosigkeit in Osteuropa im späten neunzehnten Jahrhundert. Als der europäische Antisemitismus zunahm, trat Bialik an die Spitze einer modernen hebräischen Nationalbewegung, die auf der alten biblischen und rabbinischen Tradition aufbaute und jüdische Anliegen in neoprophetischen Gedichten, Liebesgedichten, Gedichten für Kinder und Volksgedichten ansprach. Dieses Buch macht eine breite, aber repräsentative Auswahl von Bialiks Gedichten in Übersetzung zugänglich. Daneben wird eine Vielzahl nationaler Dichter aus ganz Europa berücksichtigt, darunter Solomos in Griechenland, Mickiewicz in Polen, Shevchenko in der Ukraine, Njegos in Serbien, Pető.
Fi in Ungarn und Yeats in Irland. Aberbach argumentiert, dass Bialik als jüdischer Nationaldichter nur im doppelten Kontext des antiken jüdischen Nationalismus und des modernen europäischen Nationalismus, sowohl politisch als auch kulturell, verstanden werden kann.
Dieses in klarer und verständlicher Prosa geschriebene Buch wird diejenigen interessieren, die sich mit modernem europäischen Nationalismus, hebräischer Literatur, jüdischer Geschichte und Antisemitismus beschäftigen.