
Literature and Poverty: From the Hebrew Bible to the Second World War
Literatur und Armut bietet einen spannenden Überblick über die Veränderungen in der literarischen Wahrnehmung von Armut und Armen. .
Teil I des Buches, von der Hebräischen Bibel bis zur Französischen Revolution, liefert wichtige Hintergrundinformationen. Er führt in das biblische Ideal der "heiligen Armen" ein und beschreibt, wie die biblische Liebe zu den Armen in der europäischen Gesetzgebung und öffentlichen Meinung angefochten und untergraben wurde, als der Kapitalismus wuchs und der Staat die Kirche ablöste. Teil II, von der Französischen Revolution bis zum Zweiten Weltkrieg, zeigt, wie die Probleme der Industrialisierung, des Bevölkerungswachstums, des Krieges und der Verstädterung nach 1789 einen Großteil der europäischen Literatur beherrschten, als Armut und die Armen zu zentralen Anliegen großer Schriftsteller wie Dickens, Dostojewski und Hugo wurden.
David Aberbach zeigt anhand der Literatur - von der Bibel über Shakespeare, Wordsworth, Zola, Puschkin und Orwell - wie sich die Armut von einer endemischen und unvermeidlichen Tatsache des Lebens zu einer Herausforderung für die Gleichheit entwickelte, die durch eine moralische und rationale Gesellschaft erreicht werden könnte. Als Literatur- und Sozialgeschichte der Armut unterstreicht dieses Buch die entscheidende Bedeutung von Literatur und Kunst für das Verständnis aktueller Probleme der internationalen Entwicklung.