
The Hebrew Bible, Nationalism and the Origins of Anti-Judaism: A New Interpretation and Poetic Anthology
In den Versuchen, geteilte Völker auf der Grundlage einer gemeinsamen historischen und mythischen Vergangenheit zu vereinen, beleuchtet dieses Buch Aspekte des seit dem Mittelalter verbreiteten kulturellen Nationalismus. Als ediertes Werk enthält die Bibel Texte, die zumeist längst vergangene historische Epochen darstellen und sich über mehrere Jahrhunderte erstrecken.
Anknüpfend an Aberbachs früheres Werk National Poetry, Empires, and War (Nationale Poesie, Reiche und Krieg) wird in diesem Buch argumentiert, dass Werke dieser Art - insbesondere die Mujo-Halil-Lieder in Albanien, die irischen Geschichten von Cuchulain, die Nibelungenlieder in Deutschland oder die in den Kalevala gesammelten finnischen Legenden - einen uralten Präzedenzfall in der hebräischen Bibel haben (auf die nationale Literaturen oft anspielen und Bezug nehmen), ein Thema, das in der Bibelwissenschaft weitgehend vernachlässigt wurde. Das selbstkritische Element in der hebräischen Bibel, das in der späteren Nationalliteratur häufig vorkommt, wird als Grundlage des späteren Antisemitismus untersucht, da die Bibel nicht auf die Juden beschränkt war, sondern von vielen anderen nationalen Gruppen in Übersetzung übernommen wurde.
Anhand von mehreren Dutzend Originalübersetzungen aus dem Hebräischen zeigt dieses Buch, wie die Bibel von späteren nationalen Kulturen beeinflusst und entstellt wurde. Dieses Buch ist ohne Fachjargon geschrieben und richtet sich an den allgemeinen Leser, ist aber auch ein wichtiger Beitrag zum Studium der Bibel, des Nationalismus und der jüdischen Geschichte.