
Education and the Rise of the Global Economy
Joel Spring untersucht die Rolle der Bildungspolitik in der sich entwickelnden globalen Wirtschaft und die Folgen der Anpassung der Schulsysteme auf der ganzen Welt an die Bedürfnisse der internationalen Konzerne. Das neue globale Bildungsmodell befasst sich mit den Problemen des technologischen Wandels, des schnellen Kapitalaustauschs und der freien Märkte. Zu den politischen Maßnahmen zur Lösung dieser Probleme gehören "lebenslanges Lernen", "lernende Gesellschaften", internationale und nationale Akkreditierung von Arbeitsfähigkeiten, internationale und nationale Standards und Tests, Schulwahl, Multikulturalismus und wirtschaftlicher Nationalismus.
Der besondere Beitrag von Spring besteht darin, dass er einen originellen Interpretationsrahmen für die Untersuchung und das Verständnis der Zusammenhänge zwischen Bildung, Imperialismus und Kolonialismus und dem Aufstieg der globalen Wirtschaft bietet. Er bietet einen einzigartigen Vergleich der Bildungspolitik der Weltbank, der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit.
Darüber hinaus stellt er wichtige historische und aktuelle Informationen über Bildung im Kontext der Ausbreitung des internationalen Kapitalismus zur Verfügung und verwebt sie miteinander; viele dieser Informationen, die aus vielen verschiedenen Quellen zusammengetragen wurden, sind für die Leser dieses Buches sonst nicht leicht zugänglich. In den abschließenden Kapiteln des Bandes präsentiert Spring eine durchdachte Analyse und ein überzeugendes Argument, das die Bedeutung der Menschenrechtserziehung in einer globalen Wirtschaft hervorhebt.
Dieser Band ist eine Fortsetzung von Springs früherem Buch Education and the Rise of the Corporate State (1972) und setzt die Arbeit fort, die er seit den 1970er Jahren geleistet hat, um die Beziehung zwischen politischen, wirtschaftlichen und historischen Kräften und der Bildungspolitik zu beschreiben und zu analysieren.