Bewertung:

Burmese Days bietet eine lebendige und kritische Perspektive auf den Kolonialismus in Burma durch die Erfahrungen des Protagonisten Flory, der die Komplexität und die moralischen Schwächen sowohl der Kolonisatoren als auch der einheimischen Bevölkerung aufzeigt. Der Roman zeichnet sich durch Orwells beeindruckenden Beschreibungsstil und seinen tiefgründigen sozialen Kommentar aus, auch wenn er einen etwas düsteren Ausblick auf die Natur der menschlichen Beziehungen im Imperialismus gibt.
Vorteile:Der Schreibstil ist wunderbar anschaulich und fesselnd und zieht den Leser in die komplexe Umgebung des kolonialen Birmas hinein. Es gibt eine starke Charakterentwicklung und einen prägnanten sozialen Kommentar zu Rassismus und Imperialismus. Viele Leser fanden es eine fesselnde und zum Nachdenken anregende Erkundung menschlicher Gefühle und Beziehungen, insbesondere im Kontext des Kolonialismus. Als besonders bemerkenswert wurde Orwells Fähigkeit hervorgehoben, Sympathie für moralisch fehlerhafte Charaktere zu wecken.
Nachteile:Die Geschichte kann deprimierend sein, und die Figuren werden oft als oberflächlich, voreingenommen und moralisch korrupt dargestellt, was es den Lesern schwer macht, jemanden zu finden, mit dem sie mitfühlen können. Einige fanden die Erzählung ziemlich düster und das Ende unbefriedigend. Außerdem gab es Beschwerden über die schlechte Qualität einiger Ausgaben des Buches, wie z. B. Tippfehler in der Kindle-Version.
(basierend auf 467 Leserbewertungen)
Burmese Days
Burmese Days ist George Orwells Debütroman, der hier in der 1944 in Großbritannien veröffentlichten Fassung vorliegt, die dem Text der ersten amerikanischen Ausgabe folgt.
Er ist von unschätzbarem Wert, sowohl als getreue Beschreibung des Lebens in Burma während der Dämmerung des britischen Raj als auch als Aufdeckung der Mängel der Kolonialherrschaft.