Bewertung:

Evil Genes von Barbara Oakley erforscht die genetischen und psychologischen Grundlagen böser Verhaltensweisen und verbindet wissenschaftliche Forschung mit persönlichen Anekdoten. Das Buch wird für seinen fesselnden Schreibstil gelobt, der komplexe Themen auch für Laien verständlich macht. Es behandelt historische Persönlichkeiten und führt in das Konzept der Borderline-Persönlichkeitsstörung ein und bietet Einblicke in manipulative Verhaltensweisen in persönlichen Beziehungen. Einige Leser kritisieren jedoch die politische Voreingenommenheit der Autorin und die Tiefe ihrer wissenschaftlichen Erörterungen, die gelegentlich eine bestimmte ideologische Perspektive nahelegen.
Vorteile:⬤ Fesselnder Schreibstil, der Wissenschaft mit persönlichen Erzählungen verbindet
⬤ auch für Laien verständlich
⬤ bietet wertvolle Einblicke in komplexe psychologische Themen
⬤ behandelt historische Beispiele und kontroverse Persönlichkeiten
⬤ hilfreich für das Verständnis manipulativer Verhaltensweisen.
⬤ Politische Voreingenommenheit wird von einigen Lesern bemängelt, insbesondere eine wahrgenommene Neigung zu konservativen Ansichten
⬤ detaillierte Diskussionen über psychologische Begriffe können allgemeine Leser überfordern
⬤ einige Kritikpunkte hinsichtlich der Tiefe der wissenschaftlichen Erforschung.
(basierend auf 83 Leserbewertungen)
Evil Genes: Why Rome Fell, Hitler Rose, Enron Failed, and My Sister Stole My Mother's Boyfriend
Haben Sie jemals von einer Person gehört, bei der Sie sich gefragt haben: „Wie kann jemand so verdreht sein? So böse? „Angeregt durch Hinweise im Tagebuch ihrer Schwester nach deren mysteriösem Tod nimmt die Autorin Barbara Oakley den Leser mit in die Köpfe der bösartigen Menschen, die man vielleicht nur allzu gut kennt, aber nie verstehen konnte. Ausgehend von der Psychologie als Referenzrahmen verwendet Oakley hochmoderne Bilder des arbeitenden Gehirns, um die Idee zu untermauern, dass „böse“ Menschen vor allem aufgrund einer Funktionsstörung so handeln, wie sie es tun.
Tatsächlich scheinen einige betrügerische, manipulative und sogar sadistische Verhaltensweisen genetisch programmiert zu sein - was darauf hindeutet, dass manche Menschen wirklich dazu geboren sind, böse zu sein. Oakley verknüpft die neuesten Erkenntnisse der Molekularforschung mit einer breiten Palette scheinbar unzusammenhängender historischer und aktueller Phänomene, von den Harems der Osmanen über die anbiedernden Witze von „Onkel Joe“ Stalin bis hin zum bemerkenswerten Gedächtnis des Investors Warren Buffet.
Dabei verliert sie nie den persönlichen Preis der bösen Gene aus den Augen, während sie das Geheimnis um das rätselhafte Leben und den Tod ihrer Schwester lüftet. Evil Genesis ist ein Meisterwerk der Populärwissenschaft, das auf brillante Weise wissenschaftliche Forschung mit faszinierender Familiengeschichte verbindet und dem Bösen sowohl ein menschliches als auch ein wissenschaftliches Gesicht gibt.