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China and the Wto: Why Multilateralism Still Matters
Eine Untersuchung der Beteiligung Chinas an der Welthandelsorganisation, der dadurch verursachten Konflikte und der Möglichkeiten, diese durch WTO-Reformen zu entschärfen
Der Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 2001 wurde zu Recht als großer Schritt nach vorn in der internationalen Zusammenarbeit gefeiert. Die Teilnahme Chinas an der WTO verlief jedoch alles andere als reibungslos, da China einige seiner Handelspartner, insbesondere die Vereinigten Staaten, verprellte. Die Diskrepanz zwischen dem WTO-Rahmen und Chinas Wirtschaftsmodell hat die Fähigkeit der WTO untergraben, Spannungen abzubauen, die sich aus Chinas Größe und schnellem Wachstum ergeben. Was muss sich ändern? China und die WTO zeigt, dass einseitiger Druck seitens der Vereinigten Staaten und anderer nicht die Lösung ist. Stattdessen zeigen Petros Mavroidis und Andr Sapir, dass die WTO, wenn sie vernünftige Reformen durchführt, China zur Zusammenarbeit bewegen könnte, was zu einem neuen Vertrauen in das WTO-System führen würde.
Die WTO und ihr Vorgänger, das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen, beruhen auf einer liberalen Innenpolitik. Sie verwalteten die früheren Beitritte sozialistischer Länder und großer Handelsnationen, aber keine war so groß oder mächtig wie China. Mavroidis und Sapir sind der Ansicht, dass die WTO einige ihrer impliziten Grundsätze in explizite Vertragsformulierungen umsetzen muss, um reibungslos zu funktionieren und Chinas einzigartiger geopolitischer Position Rechnung zu tragen. Sie konzentrieren sich dabei auf zwei Kernbeschwerden - dass chinesische Staatsunternehmen (SOEs) von unfairen Handelsvorteilen profitieren und dass einheimische Unternehmen, private wie SOEs, ausländischen Unternehmen einen erzwungenen Technologietransfer als Bedingung für den Zugang zum chinesischen Markt aufzwingen - und legen konkrete Vorschläge für WTO-Reformen vor.
Im Zeitalter globaler Handelskonflikte bietet China und die WTO eine zeitgemäße Untersuchung noch nie dagewesener Herausforderungen für das derzeitige multilaterale System und neue Ideen für dauerhafte Lösungen.