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Crip Times: Disability, Globalization, and Resistance
Er behauptet, dass Behinderung ein zentrales, aber missverstandenes Element der globalen Austeritätspolitik ist.
Mit großer Aufmerksamkeit für die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte fragt Robert McRuer, wie AktivistInnen, KünstlerInnen und soziale Bewegungen mit Behinderungen im Zeitalter der Austerität oder "Crip Times" Veränderungen herbeiführen und sich den dominanten Formen der Globalisierung widersetzen.
In Crip Times untersucht McRuer, wie transnationale queere Behindertentheorie und -kultur - Aktivismus, Blogs, Kunst, Fotografie, Literatur und Performance - wichtige und generative Orte für die Anfechtung der Austeritätspolitik und die Vorstellung von Alternativen bieten. Das Buch befasst sich mit verschiedenen kulturellen Brennpunkten, darunter das Spektakel rund um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 in London, der Mordprozess gegen den südafrikanischen Paralympioniken Oscar Pistorius, die Fotografien der brasilianischen Künstlerin Livia Radwanski, die die Gentrifizierung der Colonia Roma in Mexiko-Stadt dokumentieren, der Widerstand chilenischer Studenten, die eine kostenlose und zugängliche Bildung für alle fordern, die Skulpturen und Performances der britischen Künstlerin Liz Crow und die problematische Rhetorik des "Strebens", die sowohl von nichtbehinderten als auch von behinderten Figuren abhängt, die in Thatchers England entstanden sind.
Crip Times behauptet, dass behinderte Menschen selbst fordern, dass Behinderung in den Mittelpunkt unseres Verständnisses von politischer Ökonomie und ungleicher Entwicklung gerückt wird, und deutet an, dass ihre Forderung nach Behindertengerechtigkeit an einigen Orten zu hören ist. Letztlich argumentiert McRuer, dass eine Politik der Austerität immer den Zwang erzeugen wird, Grenzen zu befestigen und ein eng definiertes, schutzbedürftiges "Wir" von "denen" zu trennen.