Bewertung:

Das Buch über Culloden ist ein detaillierter und gut recherchierter Bericht über die Schlacht, der Einblicke in den historischen Kontext, die Nachwirkungen und die falschen Vorstellungen über die Schlacht bietet. Während viele Leser den Tiefgang und die wissenschaftliche Herangehensweise zu schätzen wissen, finden andere, dass es schwer zu lesen ist und es an erzählerischem Engagement mangelt.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und detailliert
⬤ gut recherchiert
⬤ bietet eine breitere Perspektive auf die Schlacht
⬤ räumt mit Mythen auf und vermittelt ein klareres Verständnis der Auswirkungen des Ereignisses
⬤ wertvoll für ernsthafte Historiker
⬤ enthält durchdachte Analysen und Zusammenhänge.
⬤ Schwer und anspruchsvoll zu lesen
⬤ es fehlt an Erzählfluss und Dramatik
⬤ manche finden es trocken und akademisch
⬤ schlechte Karten
⬤ Endnoten statt Fußnoten können lästig sein
⬤ setzt viel Vorwissen voraus
⬤ nicht für Gelegenheitsleser geeignet.
(basierend auf 35 Leserbewertungen)
Die Schlacht von Culloden dauerte weniger als eine Stunde. Die beteiligten Truppen auf beiden Seiten waren selbst für damalige Verhältnisse klein. Und es ist anzunehmen, dass das endgültige Schicksal des Jakobitenaufstands von 1745 bereits seit dem Rückzug der Jakobiten aus Derby einige Monate zuvor besiegelt war.
Trotz alledem ist Culloden eine Schlacht von großer Bedeutung für die britische Geschichte. Es war die letzte Schlacht auf dem Boden der britischen Inseln, die mit regulären Truppen auf beiden Seiten ausgetragen wurde. Sie wurde zum Symbol für die endgültige Niederlage der Jakobiten. Und es war die letzte innenpolitische Anfechtung des Act of Union von 1707, dessen Beschluss Großbritannien für die nächsten 150 Jahre zur dominierenden Weltmacht machte.
Auch wenn die Schlacht selbst nur kurz war, so waren ihre Folgen doch brutal - auf die Plünderungen des Herzogs von Cumberland folgte eine Kampagne zur Unterdrückung des Clansystems und der Lebensweise der Highlands. Und das Nachleben der Schlacht in den folgenden Jahrhunderten ist faszinierend, da sich der Triumphalismus der britischen Whigs und die zunehmende romantische Erinnerung an die jakobitische Sache gegenüberstehen.
Auf beiden Seiten besteht seit langem die Tendenz, die Schlacht als einen dramatischen Zusammenstoß zwischen Highlander und Lowlander, Kelten und Sachsen, Katholiken und Protestanten, Alten und Neuen zu betrachten. Doch wie dieser Bericht über die Schlacht und ihr langes kulturelles Nachleben zeigt, mag eine solche Sichtweise auf Culloden zwar rhetorisch überzeugend sein, ist aber nicht unbedingt gute Geschichte.