Bewertung:

In den Rezensionen werden erhebliche Probleme mit dem Buch „The cult of Stalin in the Soviet Union“ von Brooks hervorgehoben, wobei der Schwerpunkt auf dem weitschweifigen Schreibstil und der mangelhaften Gliederung liegt, aber auch auf den wertvollen Einblicken in den Stalinismus und die Rolle der Medien. Der Autor scheint umfangreiche Recherchen angestellt zu haben, aber die Darstellung wird als verworren und schwer nachvollziehbar empfunden, was bei den Lesern zu Frustration führt.
Vorteile:Das Buch bietet wertvolle Einblicke in das Wesen des Stalinismus und seine Auswirkungen auf die sowjetischen Medien. Es enthält eine Fülle von Forschungsergebnissen und interessantem Material über die Zeitung Prawda und die Entwicklung der öffentlichen Kultur unter Stalin.
Nachteile:Der Schreibstil ist oft langatmig und unübersichtlich, was die Lektüre erschwert. Die Erzählung ist nicht flüssig, was das Leseerlebnis beeinträchtigt. Einige Leser berichteten über Probleme mit der Organisation und der Qualitätskontrolle des Buches, darunter fehlende Seiten und fehlerhafter Text. Außerdem gab es bei einigen Exemplaren Probleme mit dem Druck, was zu erheblicher Frustration führte.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Thank You, Comrade Stalin!: Soviet Public Culture from Revolution to Cold War
Danke, unser Stalin, für eine glückliche Kindheit." "Danke, lieber Marschall (Stalin), für unsere Freiheit, für das Glück unserer Kinder, für das Leben". Zwischen der Russischen Revolution und dem Kalten Krieg war die öffentliche Kultur der Sowjetunion so sehr von der Macht des Staates beherrscht, dass Slogans wie diese regelmäßig in Zeitungen, auf Plakaten und in Regierungsverlautbarungen auftauchten. In dieser eindringlichen historischen Studie stützt sich Jeffrey Brooks auf jahrelange Recherchen in den einflussreichsten und am weitesten verbreiteten russischen Zeitungen - darunter die Prawda, die Iswestija und die Armeezeitung Roter Stern -, um die Ursprünge, das Wesen und die Auswirkungen dieser unerbittlichen Idealisierung des Staates, der Kommunistischen Partei und des Führers zu erklären.
Brooks zeigt, wie die Kommunisten, beginnend mit Lenin, ein staatliches Medienmonopol errichteten, das Literatur, Kunst und Wissenschaft in einer stilisierten und ritualisierten öffentlichen Kultur absorbierte - eine Form der politischen Performance, die zu ihrer eigenen Realität wurde und andere Formen der öffentlichen Reflexion ausschloss. Er präsentiert und erklärt zahlreiche selbstbeweihräuchernde Zeitungsartikel, darunter Erzählungen über Stalins angebliche Errungenschaften und Tugenden, Berichte über die angeblich dynamische Wirtschaft des Landes und Warnungen vor der Dekadenz und Grausamkeit des kapitalistischen Westens. Brooks legt besonderes Augenmerk auf die Rolle der Presse beim Wiederaufbau des sowjetischen Kultursystems, um der Bedrohung durch die Nazis während des Zweiten Weltkriegs zu begegnen, und bei der Umwandlung der nationalen Identität von ihrem frühen revolutionären Internationalismus zur Ideologie des Kalten Krieges. Er kommt zu dem Schluss, dass der einseitige öffentliche Diskurs des Landes und die allgegenwärtige Vorstellung, dass die Bürger dem Führer Dankbarkeit für die "Geschenke" von Gütern und Dienstleistungen schuldeten, letztlich dazu führten, dass der späte sowjetische Kommunismus nicht in der Lage war, seine eigenen Missstände zu diagnostizieren, alternative Politiken vorzubereiten und sich an neue Realitäten anzupassen.
Als erstes historisches Werk, das die enge Beziehung zwischen Sprache und der Umsetzung des stalinistisch-leninistischen Programms untersucht, ist Danke, Genosse Stalin! eine fesselnde Darstellung der sowjetischen öffentlichen Kultur, wie sie sich in der Presse des Landes widerspiegelt.