Bewertung:

Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde ist ein klassischer Gothic-Roman, der sich mit den Themen Schönheit, Moral und den Folgen eines hedonistischen Lebensstils beschäftigt. Die Leser schätzen Wildes gekonnten Schreibstil und den zum Nachdenken anregenden Charakter der Geschichte, auch wenn viele anmerken, dass das Tempo zu langsam ist und die Abschnitte langweilig wirken können. Insgesamt handelt es sich um eine komplexe Charakterstudie, die oft über den Zustand des Menschen nachdenkt und von den Lesern unterschiedlich gut aufgenommen wird.
Vorteile:⬤ Geschickter und schöner Schreibstil von Oscar Wilde.
⬤ Themen, die zum Nachdenken über Schönheit, Moral und Selbstzerstörung anregen.
⬤ Fesselnde Charakterstudie von Dorian Gray und seiner Verwandlung.
⬤ Klassischer Status und anhaltende Relevanz, die tiefe Einblicke in die menschliche Natur gewährt.
⬤ Reichhaltige philosophische Dialoge, insbesondere von Lord Henry Wotton.
⬤ Langsames Tempo, besonders in der ersten Hälfte des Buches.
⬤ Einige Leser finden die Beschreibungen und die Sprache zu ausführlich und veraltet.
⬤ Teile des Buches können sich langweilig anfühlen oder sich wiederholen.
⬤ Bestimmte Elemente, wie die Sexualität der Figuren, können für moderne Leser verwirrend oder frustrierend sein.
⬤ Einige Ausgaben haben eine kleine Schrift, die das Lesen erschwert.
(basierend auf 2039 Leserbewertungen)
The Picture of Dorian Gray by Oscar Wilde: Uncensored Unabridged Edition Hardcover
Das Bildnis des Dorian Gray ist ein gotischer und philosophischer Roman von Oscar Wilde, der erstmals in der Juli-Ausgabe 1890 des Lippincott's Monthly Magazine vollständig veröffentlicht wurde. Aus Angst, die Geschichte sei unanständig, strich der Herausgeber des Magazins vor der Veröffentlichung etwa fünfhundert Wörter ohne Wildes Wissen. Trotz dieser Zensur verletzte Das Bildnis des Dorian Gray das moralische Empfinden britischer Buchkritiker, von denen einige meinten, Oscar Wilde verdiene eine strafrechtliche Verfolgung wegen Verstoßes gegen die Gesetze zum Schutz der öffentlichen Moral.
Die längere und überarbeitete Fassung von The Picture of Dorian Gray, die 1891 in Buchform veröffentlicht wurde, enthielt ein aphoristisches Vorwort - eine Verteidigung der Rechte des Künstlers und der Kunst um der Kunst willen -, das sich zum Teil auf die Verteidigung des Romans durch die Presse im Jahr zuvor stützte. Der Inhalt, der Stil und die Präsentation des Vorworts machten es als literarisches und künstlerisches Manifest berühmt. Im April 1891 veröffentlichte der Verlag Ward, Lock and Company, der im Jahr zuvor die kürzere, aufrührerische Zeitschriftenfassung in England vertrieben hatte, die überarbeitete Fassung von The Picture of Dorian Gray.
Das Bildnis des Dorian Gray" ist der einzige von Wilde geschriebene Roman. Er existiert in mehreren Fassungen: die Zeitschriftenausgabe von 1890 (in 13 Kapiteln), bei der der Herausgeber der Zeitschrift, J. M. Stoddart, vor der Veröffentlichung wichtiges Material gestrichen hat.
Die "unzensierte" Version, die Lippincott's Monthly Magazine zur Veröffentlichung vorgelegt wurde (ebenfalls in 13 Kapiteln), mit dem gesamten Originalmaterial von Wilde, erstmals 2011 von Harvard University Press veröffentlicht.
Und die Buchausgabe von 1891 (in 20 Kapiteln). Als Literatur des 19. Jahrhunderts dreht sich Das Bildnis des Dorian Gray "um ein gotisches Handlungselement" mit starken, aus Faust interpretierten Themen.
Dorian Gray ist Gegenstand eines ganzfigurigen Ölporträts von Basil Hallward, einem Künstler, der von Dorians Schönheit beeindruckt und vernarrt ist.
Er glaubt, dass Dorians Schönheit für die neue Stimmung in seiner Kunst als Maler verantwortlich ist.
Dorian ist sich nun bewusst, dass seine Schönheit vergehen wird, und äußert den Wunsch, seine Seele zu verkaufen, um sicherzustellen, dass das Bild und nicht er selbst altert und vergeht. Der Wunsch wird erfüllt, und Dorian führt ein freizügiges Leben mit vielfältigen amoralischen Erfahrungen, während er jung und schön bleibt.
Währenddessen altert sein Porträt und zeichnet jede Sünde auf.
Oscar Fingal O'Flahertie Wills Wilde (16. Oktober 1854 - 30. November 1900) war ein irischer Dichter und Dramatiker. Nachdem er in den 1880er Jahren in verschiedenen Formen geschrieben hatte, wurde er in den frühen 1890er Jahren zu einem der beliebtesten Dramatiker in London.
Als Verfechter des Ästhetizismus versuchte er sich in verschiedenen literarischen Tätigkeiten: Er veröffentlichte einen Gedichtband, hielt in den Vereinigten Staaten und Kanada Vorträge über die neue "englische Renaissance in der Kunst" und die Inneneinrichtung und kehrte dann nach London zurück, wo er als Journalist tätig war. Wilde, der für seinen bissigen Witz, seine extravagante Kleidung und seine schillernde Gesprächsführung bekannt war, wurde zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten seiner Zeit. Zu Beginn der 1890er Jahre verfeinerte er seine Ideen über die Vorherrschaft der Kunst in einer Reihe von Dialogen und Essays und verarbeitete die Themen Dekadenz, Doppelzüngigkeit und Schönheit in seinem einzigen Roman, Das Bildnis des Dorian Gray (1890). Die Möglichkeit, ästhetische Details präzise zu konstruieren und sie mit größeren sozialen Themen zu verbinden, zog Wilde zum Schreiben von Dramen an. Während seines Aufenthalts in Paris schrieb er Salome (1891) auf Französisch, doch wurde ihm die Lizenz für England verweigert, da die Darstellung biblischer Themen auf der englischen Bühne absolut verboten war. Davon unbeeindruckt produzierte Wilde in den frühen 1890er Jahren vier Gesellschaftskomödien, die ihn zu einem der erfolgreichsten Dramatiker des spätviktorianischen Londons machten.