Das dionysische Evangelium: Das vierte Evangelium und Euripides

Bewertung:   (4,4 von 5)

Das dionysische Evangelium: Das vierte Evangelium und Euripides (R. MacDonald Dennis)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch befasst sich mit den Verbindungen zwischen den Evangelien und der griechischen Literatur, wobei der Schwerpunkt auf dem Johannesevangelium und seinen Ähnlichkeiten mit griechischen Tragödien und anderen kulturellen Texten liegt. Es untersucht auch die Q-Hypothese und die Implikationen des Versprechens der Wiederkunft Jesu. In mehreren Rezensionen wird jedoch die physische Qualität des Buches als schlecht veröffentlicht kritisiert, mit Problemen beim Schriftsatz, der Bindung und dem allgemeinen Erscheinungsbild.

Vorteile:

Die von Dennis Macdonald vorgelegte wissenschaftliche Arbeit wird für ihre Tiefe und die aufschlussreichen Verbindungen zwischen dem Johannesevangelium und der griechischen Literatur gelobt, wobei wichtige Parallelen und thematische Elemente hervorgehoben werden. Die Leser finden die Analyse der Beziehung der Evangelien zur griechischen Kultur faszinierend und wertvoll.

Nachteile:

Viele Rezensenten äußern sich sehr unzufrieden mit der physischen Qualität des Buches und verweisen auf den unscharfen Schriftsatz, die billige Anmutung und den hohen Preis für die ihrer Meinung nach unterdurchschnittlichen Produktionsstandards. Auch das Layout und der Einband werden als unprofessionell und potenziell ungeeignet für den Bibliotheksgebrauch kritisiert.

(basierend auf 3 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Dionysian Gospel: The Fourth Gospel and Euripides

Inhalt des Buches:

"Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm".

Dennis R. MacDonald bietet eine provokante Erklärung für diese skandalösen Worte Christi aus dem vierten Evangelium - eine Erklärung, die seiner Meinung nach einige der frühen Leser des Evangeliums kaum überrascht hätte.

Johannes spricht Themen an, die man sofort mit dem griechischen Gott Dionysos (dem römischen Bacchus) in Verbindung gebracht hätte, nicht zuletzt, weil er in Euripides' Stück Die Bakchen dargestellt wurde. Eine göttliche Figur, das Kind eines göttlichen Vaters und einer menschlichen Mutter, nimmt Fleisch an, um unter den Sterblichen zu leben, wird aber von den Seinen abgelehnt. Auf wundersame Weise sorgt er für Wein und bietet ihn seinen Anhängern, vor allem den Frauen, als heiliges Geschenk an, stirbt einen gewaltsamen Tod und kehrt ins Leben zurück.

Doch Johannes führt sein Drama in eine dramatisch andere Richtung: Während Euripides' Dionysos auf dem thebanischen Thron Rache übt, bietet der johanneische Christus seinen Anhängern das Leben an. MacDonald setzt die Mimesis-Kritik ein, um zu argumentieren, dass der früheste Evangelist nicht nur Euripides nachahmte, sondern von seinen Lesern erwartete, dass sie Jesus als größer als Dionysos erkennen.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781506423456
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2017
Seitenzahl:268

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