Bewertung:

Das Ende von Eddy von Édouard Louis ist ein eindringlicher autobiografischer Roman, der anschaulich die Kämpfe von Eddy schildert, einem Jungen, der in einer verarmten, homophoben französischen Landgemeinde schwul aufwächst. Durch die emotionale und manchmal schmerzhafte Erzählweise behandelt das Buch Themen wie Identität, gesellschaftliche Erwartungen, Mobbing und die Suche nach Selbstakzeptanz. Während viele Kritiken die Ehrlichkeit und die emotionale Tiefe des Buches loben, kritisieren andere die schonungslose Trostlosigkeit und den rauen Ton.
Vorteile:⬤ Gefühlsbetonte und ehrliche Darstellung der Kämpfe mit Identität und Sexualität.
⬤ Fesselnder und zum Nachdenken anregender Schreibstil, der die Leser mitreißt.
⬤ Starke Kritik an gesellschaftlichen Normen und Themen wie Homophobie und soziale Ungleichheit.
⬤ Reichhaltige Erforschung der Charaktere und schonungslose Darstellung persönlicher Traumata.
⬤ Starke Themen wie Resilienz und Selbstakzeptanz.
⬤ Die Erzählung wird oft als unerbittlich düster und emotional intensiv beschrieben, was für manche Leser überwältigend sein kann.
⬤ Einige Rezensenten kritisieren den harten Ton und die Darstellung von Themen, die als wenig nuanciert angesehen werden könnten.
⬤ Einige meinten, das Buch lese sich eher wie eine Therapiesitzung als ein abgerundetes literarisches Werk.
⬤ Einige Figuren und Situationen werden als eindimensional oder karikaturhaft empfunden.
(basierend auf 159 Leserbewertungen)
The End of Eddy
Ein autobiografischer Roman über das Aufwachsen als Homosexueller in einem Arbeiterstädtchen in der Picardie.
"Jeden Morgen auf dem Klo wiederholte ich immer wieder denselben Satz... Heute werde ich wirklich ein harter Kerl sein. "Eddy Bellegueule wuchs in einem armen Dorf in Nordfrankreich auf und wollte in den Augen seiner Familie und seiner Nachbarn einfach nur ein Mann sein. Aber von Kindheit an war er anders - "mädchenhaft", intellektuell frühreif und von anderen Männern angezogen.
Das Ende von Eddy wurde bereits in neunundzwanzig Sprachen übersetzt und fängt die Gewalt und Verzweiflung des Lebens in einer französischen Fabrikstadt ein. Es ist auch ein sensibles, universelles Porträt der Kindheit und des sexuellen Erwachens. Wie Karl Ove Knausgaard oder Edmund White schreibt Douard Louis aus seiner eigenen, unverhüllten Erfahrung heraus, aber mit einer Offenheit und einer mitfühlenden Intelligenz, die ihm ganz eigen sind. Das Ergebnis - ein Triumph bei Kritik und Publikum - hat ihn zum gefeiertsten französischen Schriftsteller seiner Generation gemacht.