Bewertung:

KÄMPFE UND VERÄNDERUNGEN EINER FRAU ist ein Erinnerungsbuch von Édouard Louis, in dem er über die Kämpfe seiner Mutter und die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen nachdenkt. Sie beleuchten die Entwicklung des Autors und seiner Mutter und berühren Themen wie Identität, familiäre Beziehungen und persönliches Wachstum inmitten gesellschaftlicher Herausforderungen. Obwohl die Erzählung bruchstückhaft ist, bietet sie tiefe Einblicke in die Auswirkungen dieser Kämpfe sowohl auf persönlicher als auch auf universeller Ebene.
Vorteile:Das Buch ist einfühlsam und intelligent geschrieben und lässt den Leser in die Gedanken und Erfahrungen der Autorin eintauchen. Es ist prägnant, wobei jedes Wort einen bedeutungsvollen Beitrag leistet. Die Erzählung bietet Gelegenheit zum Nachdenken über die gesellschaftliche Rolle der Frau und ist gleichzeitig eine Geschichte von persönlichem Wachstum und Optimismus. Die Fähigkeit der Autorin, selbstkritisch zu sein und Schuldzuweisungen zu vermeiden, verleiht den Memoiren Tiefe.
Nachteile:Die fragmentierte Struktur kann dazu führen, dass sich die Erzählung manchmal unzusammenhängend anfühlt, da sie in Zeit und Ort hin und her springt. Manche Leser könnten die emotionale Distanz zwischen dem Autor und seiner Mutter als schwierig oder unbefriedigend empfinden. Da es sich um einen schmalen Band handelt, könnten sich manche Leser in bestimmten Bereichen mehr Tiefe wünschen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
A Woman's Battles and Transformations
Combats et Mtamorphoses d'une Femme (Kämpfe und Verwandlungen einer Frau) ist ein fiktives Porträt der Mutter des Autors, des gefeierten Autors der internationalen Bestseller The End of Eddy und History of Violence.
Eines Nachts erhielt Douard Louis einen Anruf von seiner fünfundvierzigjährigen Mutter: „Ich habe es getan. Ich habe deinen Vater verlassen.“.
Ihr ganzes Leben war von Armut und männlicher Gewalt geprägt. Mit sechzehn wurde sie schwanger, brach die Highschool ab und heiratete ihren ersten Mann, einen gewalttätigen Alkoholiker, der sie terrorisierte. Dann lernte sie den Mann kennen, der Douards Vater werden sollte, und dachte, dass es dieses Mal anders sein würde. Sie liebte ihn, und plötzlich veränderte er sich - er wurde so wie andere Männer. Er betrank sich und verschwand für Tage. Er verbot ihr, zu arbeiten oder sich zu schminken. Sie war zwei Jahrzehnte lang mit ihm zusammen. Und plötzlich war sie frei.
Dies ist die erschütternde und einfühlsame Geschichte der Befreiung einer Frau: von Müttern und Söhnen, von Geschichte und Herzschmerz, von Politik und Macht. Sie rechnet mit den grausamen Systemen ab, die unser Leben bestimmen - und mit der Möglichkeit, ihnen zu entkommen. Scharf, kurz und fein wie eine Nadel, ist es eine notwendige Ergänzung zum Werk von Douard Louis, „einem der meistgelesenen und international erfolgreichsten Romanciers Frankreichs“ (The New York Times Magazine).