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Exile within Exiles: Herbert Daniel, Gay Brazilian Revolutionary
Herbert Daniel war von Mitte der 1960er Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 1992 eine bedeutende und vielschichtige Figur der linken revolutionären Politik und des sozialen Aktivismus in Brasilien.
Als Medizinstudent schloss er sich einer revolutionären Guerillaorganisation an, war jedoch gezwungen, seine sexuelle Identität vor seinen Kameraden zu verbergen, eine Situation, die Daniel als inneres Exil bezeichnete. Nach einem harten Vorgehen der Regierung verbrachte er einen Großteil der 1970er Jahre in Europa, wo er seine politische Selbstbildung fortsetzte.
1981 kehrte er nach Brasilien zurück und engagierte sich bei Wahlen und im sozialen Bereich für die Rechte von Homosexuellen, den Feminismus und die Umweltgerechtigkeit und erlangte weltweite Anerkennung für seinen Kampf gegen die Diskriminierung von HIV/AIDS-Kranken. In Exil im Exil zeichnet James N. Green ein umfassendes und dynamisches Porträt von Daniels tiefem Engagement für linke Politik.
Er nutzt Daniels persönliche und politische Erfahrungen, um die Opposition gegen die brasilianische Militärdiktatur, die Konstruktion einer revolutionären Männlichkeit durch die Linke und die Herausforderung zu untersuchen, die der Übergang zur Demokratie für radikale Bewegungen darstellte. Green positioniert Daniel als eine wichtige Brücke zwischen ehemaligen Revolutionären und den neuen sozialen Bewegungen, indem er einen produktiven Dialog zwischen unterschiedlichen Perspektiven in seinen Schriften und seinem Aktivismus herstellt.