Das Gefühl des Lebens an sich: Warum das Bewusstsein weit verbreitet ist, aber nicht berechnet werden kann

Bewertung:   (4,3 von 5)

Das Gefühl des Lebens an sich: Warum das Bewusstsein weit verbreitet ist, aber nicht berechnet werden kann (Christof Koch)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Die Rezensionen zu Christof Kochs Buch, das die Komplexität des Bewusstseins anhand der Integrierten Informationstheorie (IIT) erforscht, zeigen eine geteilte Sichtweise. Während einige Leser das Buch als eine tiefgründige, aufschlussreiche Erforschung des Bewusstseins empfinden, kritisieren andere die dichte und anspruchsvolle Prosa, die die wichtigsten Konzepte verdecken kann. Viele Rezensenten heben die Tiefe der Forschung und der Überlegungen hervor, die in das Buch eingeflossen sind, obwohl einige sich klarere Erklärungen und einen ansprechenderen Schreibstil wünschen.

Vorteile:

Tiefgründig recherchiert mit gründlichen Einblicken in das Bewusstsein und die Integrierte Informationstheorie.
Bietet eine klare, einfache Definition von Bewusstsein als 'Erfahrung'.
regt zum Nachdenken und zur Diskussion über das Bewusstsein und seine Auswirkungen an.
Erörtert praktische Anwendungen der IIT, einschließlich der Entwicklung eines Bewusstseinsmessgeräts.
Erweitert das Verständnis der Beziehung zwischen Intelligenz und Bewusstsein.

Nachteile:

Die Prosa kann dicht und unnötig komplex sein, was das Verständnis erschwert.
Einige Abschnitte wirken übereilt oder unklar, was zu Verwirrung führt.
Kritik an der IIT wird geäußert und eine bessere Erläuterung ihrer Axiome gefordert.
Das Buch kann Leser, die mit Neurowissenschaften oder Mathematik nicht vertraut sind, überfordern.
Einige Leser sind der Meinung, dass das Buch keine zusammenhängende Theorie präsentiert und dass es bestimmten Argumenten an Tiefe mangelt.

(basierend auf 42 Leserbewertungen)

Originaltitel:

The Feeling of Life Itself: Why Consciousness Is Widespread But Can't Be Computed

Inhalt des Buches:

Ein Argument dafür, dass das Bewusstsein, das weiter verbreitet ist als bisher angenommen, das Gefühl ist, lebendig zu sein, und nicht eine Art von Berechnung oder ein cleverer Hack.

In The Feeling of Life Itself (Das Gefühl des Lebens selbst) bietet Christof Koch eine einfache Definition des Bewusstseins als jede subjektive Erfahrung, von der alltäglichsten bis zur erhabensten - das Gefühl, am Leben zu sein.

Psychologen untersuchen, welche kognitiven Operationen einer bestimmten bewussten Wahrnehmung zugrunde liegen. Neurowissenschaftler verfolgen die neuronalen Korrelate des Bewusstseins im Gehirn, dem Organ des Geistes. Aber warum das Gehirn und nicht etwa die Leber? Wie kann das Gehirn, drei Pfund hochgradig erregbare Materie, ein Möbelstück im Universum, das denselben physikalischen Gesetzen unterliegt wie jedes andere Möbelstück, subjektive Erfahrungen hervorrufen? Koch vertritt die Auffassung, dass zur Beantwortung dieser Fragen eine quantitative Theorie erforderlich ist, die von der Erfahrung ausgeht und sich auf das Gehirn erstreckt. In The Feeling of Life Itself skizziert Koch eine solche Theorie, die auf integrierter Information beruht.

Koch beschreibt, wie die Theorie viele Fakten über die Neurologie des Bewusstseins erklärt und wie sie zur Entwicklung eines klinisch nützlichen Bewusstseinsmessers verwendet wurde. Die Theorie sagt voraus, dass viele, vielleicht sogar alle Tiere die Anblicke und Geräusche des Lebens wahrnehmen; das Bewusstsein ist viel weiter verbreitet als gemeinhin angenommen. Entgegen der landläufigen Meinung vertritt Koch jedoch die Ansicht, dass programmierbare Computer kein Bewusstsein haben werden. Selbst ein perfektes Softwaremodell des Gehirns ist nicht bewusst. Seine Simulation ist ein Fake-Bewusstsein. Bewusstsein ist keine besondere Art der Berechnung - es ist kein cleverer Hack. Beim Bewusstsein geht es um das Sein.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780262539555
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2020
Seitenzahl:280

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