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The Land Is Dying: Contingency, Creativity and Conflict in Western Kenya
Auf der Grundlage einer mehrjährigen ethnografischen Feldforschung erforscht das Buch das Leben in einem Luo-Dorf im Westen Kenias in einer Zeit des Todes. Die HIV/AIDS-Epidemie wirkt sich auf jeden Aspekt der Sozialität aus und durchdringt die Debatten der Dorfbewohner über die Vergangenheit, die Zukunft und die Ethik des Alltagslebens.
Im Mittelpunkt dieser Debatten steht die Diskussion über Berührung im weitesten Sinne des konkreten, materiellen Kontakts zwischen Menschen. In alltäglichen Praktiken und rituellen Handlungen wird die Berührung als Schlüssel zur Schaffung von körperlichem Leben und sozialer Kontinuität angesehen.
Die Bedeutung des materiellen Kontakts steht in Zusammenhang mit dem Wachstum - von Personen und Gruppen, Tieren, Pflanzen und dem Land - und der Vorwärtsbewegung des Lebens im Allgemeinen. Unter dem Druck von Krankheit und Tod, wirtschaftlicher Not und Landknappheit sowie erbitterten Kämpfen um die Bedeutung und Anwendung des Christentums und der „Luo-Tradition“ im täglichen Leben fällt es den Menschen schwer, sich über die Rolle der Berührung bei der Förderung von Wachstum oder gar über die Ziele des Wachstums selbst zu einigen.