
Para-States and Medical Science: Making African Global Health
In Para-States and Medical Science untersuchen P. Wenzel Geissler und die Autoren, wie sich die Medizin und die öffentliche Gesundheit in Afrika infolge der wirtschaftlichen und politischen Liberalisierung und der Globalisierung, verbunden mit epidemiologischen und technologischen Veränderungen, verändert haben.
Die daraus resultierende fragmentierte medizinische Wissenschaftslandschaft wird durch transnationale Ströme von Fachwissen und Ressourcen geformt und aufrechterhalten. Nichtregierungsorganisationen, Universitäten, Pharmaunternehmen und andere nichtstaatliche Akteure spielen heute eine wichtige Rolle in der medizinischen Forschung und Behandlung. Doch wie die Autoren dieses Bandes darlegen, haben diese Gruppen die Vorrangstellung des Nationalstaates in Afrika nicht verdrängt.
Obwohl die nationalen Regierungen nicht unbedingt stabil oder reaktionsschnell sind, spielen sie nach wie vor eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung, sowohl als Arbeitgeber von Fachkräften im Gesundheitswesen als auch als Quelle von Regulierung, Zugang und - wenn auch manchmal kontraintuitiv - Vertrauen für die Bevölkerung. Der „Staat“ hat sich in einen „Para-Staat“ verwandelt - keine monolithische und vorhersehbare Quelle von Souveränität und Regierungsführung, sondern eine sich wandelnde und zuweilen flüchtige Figur.
Dieses Buch verfolgt die Entstehung des Paradigmas der „globalen Gesundheit“ in Afrika bei der Behandlung von HIV, Malaria und Lepra und stellt vertraute Vorstellungen von afrikanischer Staatlichkeit als schwach oder illegitim in Frage, indem es komplexe neue Rahmenwerke der Gouvernementalität herausarbeitet, die gleichzeitig funktionieren und dysfunktional sein können. Mitwirkende.
Uli Beisel, Didier Fassin, P. Wenzel Geissler, Rene Gerrets, Ann Kelly, Guillaume Lachenal, John Manton, Lotte Meinert, Vinh-Kim Nguyen, Branwyn Poleykett, Susan Reynolds Whyte.